-13. Jahrhundert-

um 1200 Bremen: Die Siedlung beim Bremer Dom wird mit einer Mauer versehen und erhält damit den Charakter eine Stadt. Der Dom selbst war schon seit 200 Jahren befestigt. Um 1200 ist vermutlich auch der heutige Marktplatz abgesteckt worden.
um 1200 Bremen: Man beherrscht nun die Kunst, Ziegel zu brennen, so dass nun auch einzelne Bürger Steinhäuser errichten können. Das geschieht vermutlich zuerst in Bremen, wo sich reiche Bremer zuerst "Steenkammern" leisten.
um 1200 Bremen: Bau der Jakobikirche. Sie wurde 1523 an die Schmiede-Innung überwiesen und war nun deren Amtshaus. Um 1650 hat man den Turm abgerissen. 1697 verschwand auch das Langhaus, aber der Chor blieb erhalten. Ihn gestaltete der Architekt Simon Loschen nach 1861 zur Gaststätte um. 1944 durch Bomben zerstört und 1960 abgebrochen.
um 1200 Bremen: Bau der Michaelskapelle vor dem Doventor. Sie wurde 1524 abgebrochen. Auf dem Friedhof begrub man die "armen Sünder", die man hingerichtet hatte.
um 1200 Bremen. Ostendorf wird erwähnt. Damit ist das Gebiet gemeint, das heute als Ostertorsteinweg bezeichnet wird.
1201 Bremen. Die Neuenlander Feldmark wird kultiviert. Dazu gehört der Kattenturm.
um 1200 Arsten: Bau der Kirche. Im Zweiten Weltkrieg beschädigt, aber von 1946-51 wieder hergestellt.
um 1200 Blumenthal. Die Ritter von Aumünde bauen eine erste Burg oberhalb des Auetals.
um 1200 Lemwerder: Bau der Marienkirche. Im Jahre 1652 wird der Bau erweitert. Da-bei stürzt das Kreuzgewölbe ein. Es wird durch eine Balkendecke ersetzt, die sich bis heute erhalten hat . Bei dieser Gelegenheit hat man vermutlich auch den kleinen Glockenträger gebaut, der neben der Kirche steht. Kanzel aus dem Jahre 1586.
1200 Jever: Sturmflut
nach 1200 Imsum: Bau der Kirche in Imsum. Das Kirchenschiff wurde 1895 abgerissen. Geblieben ist der sog. Ochsenturm. Die Kirche selbst wurde durch einen neugotischen Neubau ersetzt, der in Dingen errichtet wurde.
nach 1200 Dedesdorf: Bau der St.-Laurentius-Kirche. Die erste Kapelle wurde 1050 gebaut. Sie wurde um 1150 zur Pfarrkirche erhoben. Das jetzige Langhaus stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Kirche wurde 1414 von Didde Lübben geplündert, was 1538 nochmals geschah. Der Bau erhielt 1682 einen Altar und 1683 eine Kanzel, die aber nicht mehr vorhanden sind. 1645 wurde eine Priechel eingebaut, die man mit den üblichen Bildern versah, welche 1838 übermalt, aber von 1891 bis 1894 wieder hergestellt wurden. Seit 1698 hat die Kirche eine Orgel. Chor und Apsis wurden 1838 abgerissen, der Turm 1870 hinzugefügt. Die Kirche enthält eine kleine Arp-Schnitger-Orgel, die, was selten ist, werkgetreu erhalten blieb. Altar mit Jesusbild von Prof. Narten aus dem Jahre 1907. Sehr bemerkenswert sind die 40 Stelen und 17 liegenden Platten auf dem Friedhof bei der Kirche, der bereits 1909 geschlossen wurde. Kriegerdenkmal von 1922.
1200-1250 Sengwarden: Bau der St.-Georgs-Kirche in Sengwarden. Sie war im ausgehenden Mittelalter als Festung ausgebaut, die zweimal, nämlich 1387 (durch Edo Wiemken d. Ä.) und 1447 belagert wurde.
um 1200 Dorum: Bau der St. Urban-Kirche. 1510 erhielt die Kirche einen gotischen Chor. Aus dem Mittelalter blieb etwas von der Wandmalerei übrig, nämlich eine Darstellung des Jüngsten Gerichts. Auch die Taufe stammt aus dem Mittelalter. Überdies hat die Kirche noch ein romanisches Kruzifix aus dem 13. Jahrhundert, ein weiteres aus dem 15. Jahrhundert und ein Sakramentshäuschen aus dem 15. Jahrhundert. Die Kanzel (von Ringkmaker) stammt aus dem Jahre 1619. Der Barockaltar wurde 1670 aufgestellt
nach 1200 Geestendorf: Die erste St.-Marien-Kirche des Dorfes wird auf das 13. Jahrhundert datiert. Sie wurde im 14. oder 15. Jahrhundert durch den Backsteinbau, der heute noch steht, ersetzt. Die Kirche war eine Filiale von Wulsdorf.
1200 Langwarden:. Der Ort wird zum ersten Mal als Longoworthe erwähnt (1307: Langwerthe, 1400: Langwarde, 1401: Langwurden). Er besaß im Hohen Mittelalter mit Sicherheit einen bedeuten-den Hafen und war damit ein wichtiger Handelsplatz in einem reichen Gebiet, das weit auf den heutigen Hohen Weg hinaus reichte. In dieser Zeit, also um 1250 herum, standen auf der heutigen Langwurst mindestens zwei, vielleicht sogar drei Kirchen, von denen die kleinere von der Gemeinde genutzt wurde, also von dem niederen Volk, während die größere den Kaufleuten zur Verfügung stand, und nur diesen. Die erstere, die bei dem heutigen "Steinhaus" stand, ist verschwunden, während die zweite jetzt als Pfarrkirche dient. Sie wurde indes im Laufe der Zeit arg verkleinert: So riss man 1840 die beiden Seitenflügel der einstigen Kreuzkirche ab. Im Jahre 1902 verkürzte man darüber hinaus das Langhaus um sieben Meter, um Platz für den heutigen Kirchturm zu schaffen. Außerdem beseitigte man damals den Glockenträger, der auf dem heutigen Parkplatz stand. Im Mittelalter hatte die Kirche überdies noch einen Festungsturm, von dem indes keine Spur geblieben ist. Der Ort verlor seine Bedeutung zum einen, weil der Hafen zuschlickte und dann sicherlich auch dadurch, das das Territorium der Gemeinde durch die Fluten um mindestens die Hälfte verkleinert wurde. Das Dorf, das einmal im Mittelpunkt eines großen und reichen Sprengels lag, geriet in eine Randlage. Die Kirche hat heute eine erhebliche museale Bedeutung, obwohl sie, wie alle anderen Institutionen Butjadingens dieser Art, von Graf Anton I. im Jahre 1530 gründlich ausgeräumt wurde. So entführte der "gnädige Herr" nicht weniger als sechs Glocken sowie zahl-reiche goldene und silberne Geräte aus dem Kirchschatz. Aus der katholischen Zeit sind ein Triumphkreuz und ein Sakramentsschrein geblieben, die im 15. Jahrhundert gestiftet wurden und heute noch deutlich machen, dass die katholische Religion seinerzeit noch sehr lebendig und keinesfalls verhasst war. Aus der evangelischen Zeit sind zwei Denkmale wichtig: Zum einen die Orgel von 1650/51, die dem Oldenburger Bernd Hus zugeschrieben wird, und zum anderen der evangelische Beichtstuhl, der, so weit ich weiß, einzige, der in Butjadingen erhalten blieb, nachdem derjenige in Blexen zerstört worden ist. Beachtlich ist überdies der Altarretabel mit Figuren, die vermutlich von dem Tossenser Bildschnitzer Onno Dircksen geschaffen wurden.
nach 1200 Pakens: Bau der Kirche aus Granitquadern. Turm aus dem Jahre 1404.
1203 Wursten: Das Land wird zum ersten Mal erwähnt. In der Urkunde heißt es "Wortsacia".
1204 Jever: Sturmflut
1204 Berne: Die Stedinger zerstören die erzbischöflichen Burgen von Lechtenberg und Linen. Graf Moritz von Oldenburg wird von den Stedingern aus seiner Burg in Berne vertrieben. Damit beginnt der Aufstand der Siedler gegen den Erzbischof. Bei dem Konflikt geht es darum, ob die Stedinger überhaupt verpflichtet sind, an den Erzbischof von Bremen Abgaben zu zahlen und wenn ja, in welcher Höhe. Bemerkenswert ist, dass die Stedinger sich nicht durchsetzen können, während die Bremer sich im Laufe der Zeit von der geistlichen Obrigkeit emanzipieren und schließlich den Rang einer reichs unmittelbaren Stadt erlangen können. Der Grund könnte darin liegen, dass Bremen frühzeitig befestigt wurde, während die Dörfer in Stedingen, auch Berne, in dieser Weise offenbar nicht zu schützen waren, und überdies mag das Ländchen, anders als die niederländischen  Provinzen, auch schlicht zu klein gewesen sein, um sich als eigene Republik behaupten zu können.
1207 Bremen: Erzbischof Hartwig fordert von den Stedingern die seit drei Jahren ausstehenden Steuern ein und bereitet einen militärischen Angriff vor. Die Stedinger zahlen diesmal.
1209 Jever: Sturmflut

-1210-

1210 Jever: Sturmflut
1211 Bremen: Arsten wird zum ersten Mal erwähnt.
1211 Otterndorf: Der Askanier Herzog Bernhard I. von Sachsen gelangt in den Besitz von Hadeln und Wursten. (Vielleicht ist dies auch erst seinem Sohn Albrecht im Jahre 1219 gelungen.)
1212 Seehausen. Die Stedinger zerstören das "feste Haus Seehausen", das einem Ministerialen des Erzbischofs gehört.
1212 Sandstedt: Die Bauern der Osterstader Marsch gehören zu den Stedingern.
1212/1213 Berne: Die Stedinger erobern die Burgen von Munzowe, Riensberg und Seehausen. Die Belagerung von Hagen bleibt erfolglos. Auch die Angriffe auf die Burgen von Hoya und Oldenburg scheitern. Die Burg Riensberg wird nach ihrer Zerstörung im Jahre 1213 nicht wieder aufgebaut, aber es bleibt ein Gut dieses Namens bestehen, das in den folgenden 700 Jahren durch viele Hände geht. 1931 drohte der Abbruch des Gutshauses und die Vernichtung des Parks, in dem noch die alte Graft der Burg zu erkennen ist. Das wurde in letzter Minute dadurch verhindert, dass die Stadt Bremen den Platz erwarb. Im Jahre 1936 zog hier ein SS-Stab ein. Nach der Befreiung wurde in dem  Gut Riensberg das Focke-Museum untergebracht.
1212 Jever: Sturmflut
1214 Jever: Sturmflut
1214 Berne. Die Stedinger brechen die Burg in Stotel. Die Stedinger bilden faktisch eine unabhängige Republik.
1216 Jever: Sturmflut
1217 Bremen. Erzbischof Gerhard I. kehrt nach Bremen zurück, muss aber die Rechte, die die Stadt bis dahin erworben hatte, bestätigen.
1218 Bremen. Gröpelingen wird zum ersten Mal erwähnt. Hier hausen die Ritter von Gröpelingen. Die Familie stirbt im 15. Jahrhundert aus. Das Erbe fällt an den Rat in Bremen.
1218, 17. 11. Jever/Dedesdorf. (Marcellusflut, laut Ramsauer.) Sturmflut. Landverluste an der Jade, wobei das Schwarze Brack entsteht, das später bis Horsten reicht. (Das Datum nennt Hamelmann, aber andere Autoren haben andere Termine, schreibt Tenge. So nennen Sello den 16. 1. 1219 und Woebcken die Mannstränke vom 16. 1. 1362.)
um 1219 Stedingen. Die Bauern sichern ihr Land durch eine Landwehr im Süden.
1219 Bremen. Gerhard II. von der Lippe wird Erzbischof von Bremen. Dieser vielgescholtene Mann, der im 19. Jahrhundert zum bête noir der Liberalen wurde, kann wohl als der bedeutendste Oberhirte des Bistums Bremen bezeichnet werden. Ähnlich wie Innozenz III. in Rom stand er vor der Notwendigkeit, der Kirche, für die er die Verantwortung trug, gegen den Willen einer widerspenstigen Ritterschaft, zweier oppositioneller Domkapitel, nämlich in Bremen und Hamburg, und schließlich der ebenso reichen wie listenreichen bremischen Kaufmannschaft, die Mittel zu verschaffen, die  sie brauchte, um ihre Aufgaben zu erfüllen, und das war halt nur möglich, wenn er die wohlhabenden Stedinger Bauern unterwarf, wozu er wiederum die Hilfe des auswärtigen Adels benötigte, weil er selbst über kein Militär verfügte. Diese extrem schwierige politische Aufgabe hat er in der Tat gelöst. Die Frage ist, ob er sein geistliches Ziel, nämlich die Konsolidierung des katholischen Glaubens in seinem Bistum, ebenfalls erreicht hat. Auf jeden Fall hat er mit seinem Kreuzzug gegen die Stediger Bauern einen Vorgang geschaffen, der vor allem im 19. und dann im 20. Jahrhundert benutzt wurde, um die katholische Kirche nicht nur zu kritisieren, sondern vor allem zu diffamieren. Das konnte Gerhard II. zwar nicht vorhersehen, ist aber dennoch die objektive Konsequenz seiner Politik.
1219 Wursten: Die Edelherren von Diepholz stiften in Midlum ein Nonnenkloster. Die Klosterkirche, die vermutlich unmittelbar danach errichtet wurde, ist die heutige Pfarrkirche von Midlum. Das Kloster, dessen Insassinnen darin ohne klösterliche Regeln lebten, wurden 1282 nach Altenwalde versetzt und nunmehr den Gesetzen des Benediktiner-Ordens unterworfen. Im Jahre 1336 erfolgte ein weiterer Umzug nach Neuenwalde. In diesem Zusammenhang wird  die St.-Pankratius-Kirche von Midlum zum ersten Male erwähnt.
1219, 16./17. 1. Jever: Erste Marcellusflut . Vor allem Friesland und Holland sind betroffen. Es soll 36.000 Tote gegeben haben, eine Zahl, die natürlich maßlos übertrieben sein dürfte, jedoch eine Vorstellung von dem Ausmaß der Katastrophe gibt. Im Jeverland drückt sich der Sachverhalt darin aus, dass hier (wieder einmal) das "Schlicker Siel" herausgerissen worden sei. Arngast geht verloren, Die Dörfer Wurdeleh, Aldessen Dauens, Olde-Ellens, Olde-Wördens, und Olde-Gödens werden zerstört. (Alle diese Angaben sind höchst unsicher, zumal uns eine Reihe von Dorfnamen später wieder begegnen, aber dabei kann es sich auch um Neugründungen handeln. So ist ja auch beispielsweise das heutige Dorf Waddens nicht identisch mit dem historischen Ort dieses Namens, von Wangerooge oder Langeoog ganz zu schweigen.)

-1220-

seit 1220 Stedingen: Die Bauern verweigern nunmehr auch prinzipiell Feudalabgaben zu leisten. Sie verjagen die Dominikaner, die sie zum Gehorsam gegen den Erzbischof ermahnen.
1220 Farge: Der Erzbischof sperrt die Weser. Er lässt Pfähle in die Weser rammen. Es bleibt nur eine Lücke, die so breit ist, dass eine Kogge hindurchfahren kann, und dieser Durchlass wird durch eine Kette gesperrt. Darüber hinaus lässt er am Ufer die "Witteborg" errichten, die das Ganze sichern soll. Die Bremer rüsten daraufhin Koggen aus, von denen eine bei ablaufenden Wasser die Kette rammt und sie so sprengt, dann ziehen sie die Pfähle aus dem Schlamm. Anschließend zerstören sie die Burg. Damit beginnt der Kampf um die Freiheit der Weser, der vier Jahrhunderte dauern sollte, und den die Hansestadt schließlich verliert.
1220 Burhave: Der Ort wird als "Birre" zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
1220 Esenshamm: Das Dorf wird als "Esmundeshem" zum ersten Mal erwähnt.
1220 Elsfleth: Die "Bremenses" schließen ihren ersten Vertrag mit einer auswärtigen Macht und zwar mit den Rüstringern. Es geht um die gegenseitige Rechtshilfe. 1234 folgt ein ähnlicher Vertrag mit Harlingen. Elsfleth wird bei dieser Gelegenheit zum ersten Male urkundlich erwähnt.
1220, 2. 2. + 18. 9. Jever: Schwere Sturmfluten. Wir können wohl davon ausgehen, dass die Deiche seit der ersten Marcellusflut noch nicht wieder repariert sind, das Wasser also, wie nach der Weihnachtsflut, ungehindert ins Land strömen kann, was ver-mutlich auch für die folgenden Jahre gilt.
1221 Jever: Sturmflut
1222 Jever: Sturmflut
1223 Bremen: Der Papst entscheidet endgültig, dass Bremen der Sitz des Erzbischofs ist. Ursprünglich in Hamburg gegründet, befand sich dort auch die Residenz des Oberhirten, bis er, durch die Normannen vertrieben, nach Bremen umzog und dort verblieb. In Hamburg hatte er zwar noch eine Art "Zweitwohnung", aber sie wurde immer unwichtiger und schließlich ganz aufgegeben, was der Bischof von Rom nunmehr bestätigte. Im Übrigen bleibt auch Bremen nicht der tatsächliche Sitz des Erzbischofs, weil es den Kaufleuten gelingt, den geistlichen Herrn aus der Stadt zu ekeln, so dass er schließlich in Bremervörde seine Residenz errichtet. Die Stadt Bremen besucht er nur gelegentlich, wobei er auf dem kürzesten Weg von dem Tor, das er benutzen darf, zum Dom geleitet wird, der seiner Hoheit untersteht. Das gilt auch für seine Nachfolger und bleibt so bis 1803.
1223 Jever: Sturmflut
1224 Jever: Sturmflut
1225 Jever: Sturmflut
1225 Bremen: Der Rat wird zum ersten Mal erwähnt. Die Bürgerschaft hat sich also ein Organ gegeben, das die Stadt regiert. Der Einfluss des Erzbischofs wurde schon dieser Zeit in entscheidendem Maße zurückgedrängt. Im Jahre 1349 kommt in einer Urkunde ein Bürgermeister von Bremen vor.
1225 Bremen: Der Dominikaner-Orden  unterhält einen Konvent in Bremen. Sie sollen am 9. Oktober d. J. an der Weser eingetroffen sein. Sie bauen sich das Katharinen-Kloster. Die Dominikaner sind, bis die Jesuiten sie in dieser Rolle ablösen, die Ideologen der Römischen Kirche und spielen deshalb bei der propagandistischen Vorbereitung des Kreuzzugs gegen die Stedinger eine hervorragende Rolle.
1226 Hemelingen. Die Dörfer Arberg, Hastedt, Hemelingen und Mahndorf werden zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. Sie gehören zum Erzbistum Bremen und fallen deshalb 1719 an das Kurfürstentum Hannover.
1227-1229 Bremen: Die Stadt wird in drei Kirchspiele gegliedert: "St. Martini", "St. Ansgarii" und "Unser Lieben Frauen". Von den drei Kirchen stehen noch zwei, nämlich "St. Martini" und "Unser Lieben Frauen". "St. Ansgarii" wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört und nicht wieder aufgebaut.
1227 Stedingen: Bauern aus Stedingen nehmen an dem Kreuzzug Kaiser Friedrichs II. in Palästina teil und werden vom Kaiser für ihre Leistung belobigt.
1229 Bremen. Der Ort hat eine Stadtmauer. Sie ist das wichtigste Merkmal einer Stadt, denn sie bedeutet, dass ihre Bewohner vor den Räubereien, wie sie auf dem platten Land gang und gäbe waren, gesichert sind.
1229 Bremen. Die Martinikirche wird 1229 zum ersten Mal erwähnt. In den Jahren 1340 und 1344 brennt die Kirche aus. Ab 1376 wurde die Kirche zu einer Hallenkirche umgebaut. Sie wurde 1525 evangelisch. St. Martini hat eine bewegte Geschichte. Hier wirkte 1679-1680 als Frühprediger Joachim Neander, der als Choraldichter hervorgetreten ist. Besonders bekannt wurde das Lied "Lobe den Herren ..." Ihm ist ein Denkmal errichtet, das an seinem 200. Todestage, am 31. Mai 1880, eingeweiht wurde. Er wurde nur dreißig Jahre alt. Im 20. Jahrhundert war Emil Felden Pfarrer an St. Martini, der sich, was nur in Bremen möglich war, von der Bibel löste und sogar Sozialdemokrat wurde. In St. Martini predigte 1904 auch die erste Frau, nämlich Anna H. Shaw. Am 6. Oktober 1944 brannte die Kirche nach einem Bombenangriff aus, aber der Orgelprospekt (1603) und die Kanzel (1597) von Hermen Wulff blieben erhalten, ebenso einige Epitaphien. Der Wiederaufbau der Kirche zog sich bis 1960 in. Der 62 Meter hohe Turm wurde 1961 fertig.
1229 Bremen. Die St.-Johanniskapelle beim Doventor wird erwähnt. Sie war die Kirche der Schiffer. 1523 abgebrochen.
1229 Erstes Rathaus in Bremen.
um 1229 Bremen. Das Taufbecken des Bremer Doms wird hergestellt. "Es gehört zu den bedeutendsten Kunstwerken Nord-Deutschlands." (Schwarzwälder, Bremen-Lexikon 2003, Bd. 1, S. 203) Die Künstler, die das Werk hergestellt haben, blieben unbekannt, auf jeden Fall waren es mehrere.
1229 Bremen. Um ausstehende Steuern einzutreiben, greift der Erzbischof von Bremen Stedingen an. Sein Heer wird aber geschlagen, wobei der Bruder des Erzbischofs, Hermann von der Lippe, fällt.

-1230-

1230-1240 Bremen. Bau des Franziskaner-Klosters am Tieferort. Die heutige St.-Johannes-Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. Sie wird 1528 geschlossen. Ab 1531 nutzt man die Klostergebäude als Krankenhaus. 1769-1802 Kirche der Protestanten, die aus Frankreich und dem heutigen Belgien geflohen sind. Danach dient der Kloster verschiedenen weltlichen Zwecken. 1834 werden die Klostergebäude abgebrochen. Die Kirche selbst bleibt erhalten und wird 1816 katholische Pfarrkirche in Bremen. Seit 1823 katholischer Gottesdienst, Im Jahre 1944 durch Bomben beschädigt, danach aber wieder aufgebaut.
1230 Bremen: Das Dorf "Ahlken" wird erwähnt. Es geht später in Arsten auf.
1230. 17. 3. (1231?) Bremen. Erzbischof Gerhard II. wirft auf einer Regionalsynode den Stedingern Ketzerei vor.
1230 Rablinghausen. Das Dorf wird urkundlich erwähnt.
1230 Arbergen. Das Dorf wird 1230 zuerst erwähnt. Wie einige Reste am Turm zeigen, hat man auch sogleich eine Kirche gebaut, die 1331 zum ersten Mal erwähnt wird. Das Dorf wird erst 1556 evangelisch. Zum Beginn des 18. Jahrhunderts gilt die mittelalterliche Kirche, die dem hl. Johannes geweiht war, als baufällig. Sie wird also abgerissen und 1719 durch eine neue ersetzt. Geplant wurde die Predigtstätte von Georg Dick.
1230 Dedesdorf/Jever: Sturmflut
1230 Stedingen. Die Bauern zerstören die Schlutterburg und das Kloster Hude, das um die Zeit entsteht.
1232 Altenesch. Die Kirche von Süderbrok (Altenesch) wird zum ersten Mal erwähnt.
1232 Bremen. Die St.-Jürgen-Kapelle an der Marktstr. /Ecke Balgebrückstraße wird erwähnt. Über ihre Bedeutung ist offenbar nichts bekannt. Sie wurde 1692 zu Wohnungen umgebaut und ist irgendwann spurlos verschwunden.
1232 Bremen Erzbischof Gerhard II. lässt die Burg Schlutter bei Delmenhorst wieder errichten. Sie wird aber von den Stedingern sofort zerstört.
1232 Hude. Gründung des Zisterzienserklosters in Hude. Der Bau der Klostergebäude wird auf die Jahre 1234-1272 datiert.
1232 Altenesch. Die Kirche von Süderbrok (Altenesch) wird zum ersten Mal erwähnt.
1232 Bremen Erzbischof Gerhard II. lässt die Burg Schlutter bei Delmenhorst wieder errichten. Sie wird aber von den Stedingern sofort zerstört.
1232 Altenesch. Die Kirche von Süderbrok (Altenesch) wird zum ersten Mal erwähnt.
1232 Rom. Papst Gregor IX. erlaubt, dass zum Kreuzzug gegen die Stedinger aufgerufen wird.
1233 Bremen. Die Stadt Bremen unterstützt Erzbischof Gerhard II. in seinem Konflikt mit den Stedingern, die vom Grafen von Lüneburg unterstützt werden. Der Erzbischof bestätigt dafür die Stadtrechte. Außerdem verpflichtet sich der Erzbischof zwischen Hoya und der Wesermündung keine Burg mehr zu bauen. Damit ist zum ersten Mal das Prinzip der Freiheit der Weser vertraglich formuliert und festgelegt. Die Konsequenz ist, dass die Stedinger ihren einzigen Verbündeten, auf den sie sich bislang verlassen konnten, verlieren.
1233 Osterstade. Die Bauern der Osterstader Marsch verlieren ihre Selbständigkeit. Mit der Eroberung dieses Teils Stedingens eröffnet Erzbischof Gerhard II. seinen letzten Feldzug gegen die Bauernrepublik an der Unterweser.
1233 Jever: Sturmflut
1233 Sillenstede: St.-Florians-Kirche in Sillenstede wird geweiht. Möglicherweise ist sie noch älter, dann handelte es sich damals um eine neue Weihe nach umfangreichen Reparaturarbeiten, weil der Bau in der Östringer Fehde schwer beschädigt wurde. Die Kirche ist die größte und am besten erhaltene mittelalterliche Kirche im Jeverland mit einem Flügelaltar aus der Zeit um 1500. Orgel von Adam Berner aus Minden, erbaut 1752. Glockenturm aus dem 13. Jahrhundert.
1234, 27. 5. Altenesch. Schlacht bei Altenesch. Die Stedinger werden geschlagen und spielen in Zukunft politisch keine Rolle mehr, werden aber keineswegs vernichtet, wie das von einer völkischen Geschichtsschreibung gerne behauptet wird.  Das Gebiet teilen sich der Erzbischof von Bremen und der Graf von Oldenburg: Der Erzbischof erhält Osterstade und die Lechterseite, damals eine Insel in der Weser , der Graf von Oldenburg alles Übrige. Die Schlacht hatte weitreichende Folgen: Der Machtbereich der Grafen von Oldenburg erreichte nunmehr die Weser, was deren Begehrlichkeit weckte. Zwar waren sie zunächst zu schwach, um von den Schiffen auf dem Strom eine Abgabe zu verlangen, aber das sollte sich, zum Schaden der ganzen Region, ändern. 400 Jahre später setzten die Oldenburger den Weser-Zoll durch, der den Handel nicht nur der Bremer sondern auch der übrigen Anrainer sehr behinderte, vor allem aber einen Dauerkonflikt zwischen der Hansestadt und Oldenburg begründete, der im Grunde bis heute anhält. Die Stadt Bremen, die ursprünglich die Stedinger unterstützt hatte, erreichte durch ihr Bündnis mit dem Erzbischof weitgehende Zugeständnisse, die dieser nach dem Ende des Konflikts zwar zurückzunehmen trachtete, was ihm aber nur unvollkommen gelang. Man kann wohl sagen, dass die Selbständigkeit Bremens eine Konsequenz des Kreuzzuges gegen die Stedinger war. Das Volk der Stedinger war durch die Schlacht bei Altenesch zwar geschlagen, aber keineswegs vernichtet worden. Die persönliche Freiheit der Stedinger Bauern blieb auch unter der Herrschaft der Grafen von Oldenburg erhalten, was nicht nur im 13. Jahrhundert, sondern auch später sehr viel bedeutete. Schließlich seien die ideologischen Konsequenzen nicht vergessen. Weil im 19. Jahrhundert die Katholische Kirche für alles stand, was das liberale und deutschnationale Bürgertum in Bremen und Oldenburg ablehnte, wurden die Stedinger, von denen man konkret eigentlich nichts wusste (und weiß) zur Leinwand, auf die man die jeweiligen aktuellen politischen Vorstellungen derjenigen auftrug, die sich als "fortschrittlich" bezeichneten. Das begann mit Kinkel im Vormärz und endete mit dem Nazi-Spektakel, das der Gauleiter Carl Röver und der Nazi-Barde August Hinrichs 1934, 1935 und 1937 zunächst in Altenesch und dann auf dem Bookholzberg bei Delmenhorst veranstalteten. Das Theaterdorf, das für diesen Zweck gebaut wurde, blieb ja - abgesehen von der Kirche - erhalten, während die moralischen Institutionen Oldenburgs an dem Kult des Nazi-Barden bis heute festhalten.
1234 Bardewisch. Wahrscheinlich Gründung des Kirchspiels Bardewisch. Die St. Briccius-Kirche wird 1245 erwähnt.
nach 1234 Sannau. Bau der St. Martinskirche. 1417 erstmals erwähnt. Sie ist 1618 noch vorhanden, hat aber keine Einkünfte mehr und ist infolgedessen ohne Pfarrer.
1235 Borgfeld. Das Dorf wird urkundlich erstmalig erwähnt. Die Kirche kommt in den Akten 1384 vor. Sie wurde 1732/33 nach Osten hin verlängert, dann 1896 gründlich umgebaut. Im Jahre 1869 wurde der vorhandene Glockenträger durch einen Turm ersetzt. Borgfeld wurde bekannt, weil sich hier der Bürgermeister Wilhelm Kaisen auf einer kleinen Land-stelle zur Ruhe gesetzt hatte. Hier empfing er auch, wie es sich unter Nachbarn und Freunden gehörte: in Puschen un in de Kök, den Bundespräsidenten Heinrich Lübke.
1235 Lesum: Die Kirche St. Martini wird zum ersten Mal erwähnt, ist aber wohl älter. Das Schiff wurde 1778 abgebrochen. Die neue Kirche baute man 1779 unter Verwendung des alten Materials. Der Turm blieb stehen.
1237 Jever: Sturmflut
1237, 22. 3. Harlingen. In einem Vertrag zwischen dem Harlinger Land und der Stadt Bremen werden zum ersten Mal die "16 conjurati" als die Vertreter Harlingens genannt. Das Land gliedert sich in die Viertel (1) Wittmund-Burhafe, (2) Stedesdorf-Dunum-Werdum, (3) Esens-Fulkum und (4) Ochtersum-Dornum.
um 1238 Bremen: In Bremen entsteht eine Komturei des Deutschen Ritterordens. Sie betreibt das Heilig-Geist-Hospital an der Ostertorstraße und besteht aus einem Komtur und vier Ordensbrüdern. Die Niederlassung entstand aus einem Zusammenschluss bremischer Bürger aus dem Jahre 1230. Dem Orden gehörten umfangreiche Ländereien in der Umgebung von Bremen. Dieser Reichtum gestattete es den Brüdern, die Gebäude der Niederlassung im 13. Jahrhundert neu zu errichten. Nunmehr entstand auch eine Kirche (Bau von 1250-1283), die jedoch nie fertig gebaut wurde. 1564 verkaufte der Deutsche Orden die Komturei an die Stadt Bremen, die nach dem Tode des letzten Komturs im Jahre 1583 in deren Rechte eintritt. Daraufhin wird die Kirche geschlossen. Das Spital wird zum Marstall des Rates. In der Komturei betrieb die Stadt im 17. Jahrhundert die Münze. Sie wurde schließlich im 19. Jahrhundert abgerissen. Die Kirche war der hl. Elisabeth geweiht. Sie besaß eine Unterkirche und einen Turm, der 1547 einstürzte. Im 19. Jahrhundert wurde der Bau zum Packhaus, überdies entstanden ringsherum Wohnhäuser. Durch Bomben wurden die Reste freigelegt. Im Jahre 1957 riss man die oberirdischen Teile ab. Die Unterkirche wurde eine Gastwirtschaft.
1238 Jever: Sturmflut
1238 Wursten: Zum ersten Mal werden in einer Urkunde die 16 Redjeven genannt, die für das Land handeln.
 

-1240-

1242 Jever: Sturmflut
1242 Berne: Graf Otto von Oldenburg baut in Berne eine Burg aus Holz und Erdwerk. Die Stadt Bremen verbietet ihm, die Festungsanlage in Stein auszuführen. Die Burg verfällt, nachdem sich die Oldenburger Grafen in Delmenhorst festsetzen konnten.
1244 Bremen. In Bremen führt eine erste Holzbrücke über die Weser. (Bremen verdankt seine Bedeutung dem Umstand, dass einmal die Flutwelle die Schiffe bis zur Schlachte trug und zum andern der Sandmoräne, die hier sozusagen die Weser kreuzte. Wagen konnten also auf festem Sandgrund bis an die Weser fahren, diese bei niedrigem Wasserstand überqueren und dann auf der anderen Seite ungehindert weiterfahren. So entstand das, was wir heute als Verkehrskreuz bezeichnen würden. Dennoch war natürlich die Querung der Weser ein beschwerliches Unterfangen, weswegen alsbald Fähren eingesetzt, vor allem aber, so bald man dazu in der Lage war, Brücken gebaut wurden. Die Geschichte Bremens ist auch eine Geschichte der Weserbrücken. Wie sich aus einer Urkunde aus dem Jahre 1250 ergibt, nutzte man bereits damals den Strom aus, um in Wassermühlen  Korn zu mahlen, Textilien zu walken oder auch Wasser zu schöpfen, das in der Stadt gebraucht wurde. Eigentümer der Brücke war der Graf von Hoya, der noch 1533 einen Zoll beanspruchte, aber unterhalten wurde das Bauwerk von 102 Dörfern der Umgebung, die deshalb jährlich eine Art Steuer an den Grafen zahlten. Im 18. Jahrhundert beanspruchten der Dom und sechs Bremer Familien den Brückenzoll. 1677 wird die Brücke, nachdem sie durch Eisgang zerstört worden war, erneut aufgebaut. Im Jahre 1738 ist wieder ein Neubau erforderlich. Er wird aus Holz aufgeführt und kann in der Mitte für Schiffe, die hindurchfahren wollen, geöffnet werden. Die Konstruktion wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beseitigt.
1244 Woltmershausen. Das Dorf wird erwähnt.
1246, 31. 7. Bremen. Erzbischof Gerhard II. nimmt in einem Vertrag, den er der Stadt Bremen aufzwingt, einen großen Teil der Zugeständnisse, die er 1233 eingeräumt hat, wieder zurück. Aus der Urkunde geht aber auch hervor, dass der Rat inzwischen eine große Selbständigkeit erlangt hat, die ihn befähigt, selbst in der Stadt Recht zu setzen.
1246 Bremen: Das Dorf Tenever wird erstmals erwähnt.
1247 Bremen. Die Schlachte wird zum ersten Mal erwähnt, als Erzbischof Gerhard II. Bremer Bürgern das Weserufer überlässt. Der Name geht auf "slait" zurück und leitet sich davon ab, dass man hier das Ufer mit Pfählen befestigt hatte. Hier konnten also Schiffe festmachen. Der erste Bremer Hafen war die Balge, ein Weserarm, der den heutigen Marktplatz berührte. Hier konnten die damals noch sehr kleinen Boote anlegen.
1245 Bardewisch: Die Kirche wird zum ersten Mal erwähnt. Ursprünglich aus einem Langschiff bestehend, wurde sie im 13. Jahrhundert (ähnlich wie Berne) zu einer dreischiffigen Hallenkirche umgebaut. Am 17. 10. 1725 wurde eine neue Orgel abgenommen, die Schmid II im Jahre 1860 durch einen Neubau ersetzte.
1245 Jever: Sturmflut
1248 Jever/Dedesdorf: Sturmflut
1249 Jever: Sturmflut
 

-1250-

um 1250 Seehausen. Der Graf von Hoya baut die Jakobi-Kirche in Seehausen. Sie enthält einen Altar aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.
1250 Seehausen: Lankenau wird zum ersten Mal erwähnt.
1250 Rablinghausen. Das Dorf wird erstmalig erwähnt.
1250 Jever: Sturmflut
um 1250 Wiarden: Bau der Kirche. Die Gemeinde ist, der Legende nach, von Erzbischof Adaldag von Bremen (935 - 980) gegründet worden. Die jetzige Kirche erhielt später den aus Backsteinen errichteten Chor und den Turm. 1947 fand man in dem Bau spätmittelalterliche  Malereien, die die Heiligen Cosmas und Damian sowie vier Apostel darstellen.
um 1250 Tettens. Bau der Kirche in Tettens. Der Glockenturm  ist jünger. Er erhielt 1881 ein Schieferdach. In der Kirche befindet sich ein Flügelalter aus der Zeit um 1450, dann ein sieben Meter hohes Sakramentshäuschen von 1525. Prächtige Deckenbemalung von 1717, die 1966 restauriert wurde.
nach 1250 Bremen. Deichbau im Bremer Umland: 1260 wird der Deich von Lesumbrok erwähnt, 1288 der Blocklander Deich, 1292 der Deich von Malswarden. 1433 bilden die "Vier Lande/Lesum" rechts der Weser einen gemeinsamen Deichverband. Sie verwalten den Lehester Deich, den Wümmedeich bis Burg, den Eisenradsdeich und andere Deiche oberhalb der Stadt. 1495 wird die Satzung revidiert.
um 1250 Boitwarden. Das Lockfleth, einer der vier Arme des damaligen Weser-Deltas, bildet die Grenze zwischen Rüstringen und der Grafschaft Oldenburg.
1250 Wüppels. Irgendwann im 13. Jahrhundert wurde die Kirche von Wüppels erbaut. Den Altar stiftete 1523 der Hovetling Ricklef von Fischhausen.
um 1250 Ardorf. Der Platz ist seit dem 8. Jahrhundert besiedelt, aber die Kirche wird auf die Zeit um 1250 datiert. Sie enthält eine zylindrische Granittaufe. In der Nähe, bei Borgholt, stand im hohen Mittelalter eine primitive Burganlage, eine sog. Motte. Sie befand sich an der Stelle, an der die Straße in das Harlinger Land von der friesischen Straße abzweigte.
um 1250 Buttforde. Aus dieser Zeit stammt die Marienkirche des Dorfes. Sie besitzt noch aus dem Mittelalter einen "Lettner", der den Altarraum von der Gemeinde trennt. Noch vor dem 12. Jahr-hundert wurde der Taufstein angefertigt. Der Altar aus der Zeit um 1500 zeigt die "Geburt Christi", die "Anbetung der Könige" und "die Beschneidung Christi". Damals entstanden auch die "Madonna auf der Mondsichel" und die "Thronende Madonna". Die Kanzel wurde im Jahre 1655 abgeliefert. Sie wurde 1695 durch die Treppe ergänzt. Im Jahre 1681 baute Joachim Riechborn aus Hamburg die Orgel auf der Lettnerbühne. Bemerkenswert sind weiter verschiedene Gemälde, außerdem sei darauf hingewiesen, dass das alte Gestühl mit den Hausmarken erhalten ist.
um 1250 Funnix. Bau der Kirche. Die gotischen Fenster der Nordwand sind noch erhalten, der Eingang ist spätgotisch. Wertvolle Plastiken aus dem späten Mittelalter: Eine thronende Gottesmutter und eine Heilige aus dem 13. Jahrhundert, eine "Anna Selbdritt" vom Ende des 15. Jahrhunderts, eine Pietà aus der Zeit um 1520, dazu ein Schnitzaltar vom Ende des 15. Jahrhunderts mit  einer "Verkündigung", einer Darstellung Christi am Ölberg und einem Abendmahl. Die Kanzel baute Jacob Cröpelin aus Esens um 1650. Die Taufe stammt aus dem Ende des 12. Jahrhunderts. Sie stand also schon in der Vorgängerkirche.