-1901-1904-

1901-1903 Bremen: Bau der Kleinen Weserbrücke.
1901-1906 Bremen: Bau des Überseehafens II. Erweitert 1924-1929 und 1947-1953. Seit 1938 "Überseehafen". Das Becken wurde 1998 zugeschüttet.
1901 Bremen: Auf Initiative des Bürgermeis-ters Marcus wird der Verein "Lese-halle" gegründet, aus dem dann später die Stadtbibliothek und die Volksbü-cherei hervorgehen. 1902 entstand am Ansgari-Friedhof eine Lesehalle. Am 1. Juli 1933 wurde die Einrichtung ver-staatlicht.
1901, 17. 1. Bremen: Gründung des Ostasiatischen Vereins Bremens im Essighaus an der Langen Straße. Vorbild war der "Verein für deutsche Interessen im östlichen Asien", den bremische und hamburgische Kaufleute am 13. März 1900 in Hamburg gegründet hatten. Die Handelskontakte zwischen Bremen und Ostasien gehen auf den bremischen Kaufmann Carl Philipp Cassel zurück, der 1782 als Reeder ein Schiff - die "Präsident von Bremen" - charterte und auf eine Reise nach Ostindien schickte. Ein zweites Schiff, die "Asia", die Cassel in Emden ausrüsten ließ, folgte. Beide Unternehmungen waren erfolgreich, jedoch verhinderten die politischen Ereignisse der Zeit, dass die Kontakte vertieft wurden. Im 19. Jahrhundert baute man die Beziehungen aus. So schloss Bremen im Jahre 1851 einen ersten Vertrag mit dem Königreich der Haiwaiiischen Inseln. Die Handels-beziehungen zu China hatte der Bremer August Behn schon 1839 aufgeommen. Den Handel mit Japan begann Friedrich A. Lühdorf im Jahre 1851. Bis 1914 waren nicht weniger als 22 bremische Reedereien an dem Handel mit Ostasien beteiligt, dann beendete der von Kaiser Wilhelm II. angezettelte Erste Weltkrieg die günstige Entwicklung. Ein zweiter Bruch trat mit dem Zweiten Welt:krieg ein.
1901, 29. 1. Bremen. Der Kaufmann Franz E. Schütte schenkt der Stadt Bremen die Skulptur "Der Rosselenker" von L. Tuaillon in Rom. Sie wird am Bischofstor aufge-stellt.
1901, 6. 3. Bremen. Kaiser Wilhelm II. besucht zum zehnten Male die Stadt Bremen. Bei der Bischofsnadel wird er durch ein Eisen-stück verletzt, das Diedrich Weiland nach ihm geworfen hatte. Der Täter wird in eine Irrenanstalt gebracht.
1901, 20. 4. Bremen. Streik der Maler. Der Ausstand endet am 6. Juli 1901. Über das Ergebnis des Ausstandes weiß ich nichts.
1901, 16. 5. Bremen. Nach zehn Wochen endet der Streik der Schneider. Über das Ergebnis ist nichts bekannt.
1901, 26. 5. Bremen. Eröffnung der Elektrischen von Bremen nach Woltmershausen.
1901, 20. 7. Bremen. Brand der Bremen-Besighei-mer Ölfabriken am Holzhafen.
1901, 29. 7. Bremen: Gründung des Goethebundes in Bremen. "Der Goethebund wandte sich gegen kirchlichen Dogmatismus und trat für Lehrfreiheit an den Universitäten und für eine Strafrechtsreform ein. Im allge-meinen vertrat man liberale Grund-sätze." (Schwarzwälder: Bremen-Lexi-kon, 2003, Bd. 1, S. 321) Der Goe-thebund hatte 1925 6390 Einzelmit-glieder. Außerdem hatten sich ihm 15 Vereine angeschlossen.
1901 Bremen. In Woltmershausen verkehrt mit Gröpelingen-Walle eine Dampffähre. Die Verbindung 1981 eingestellt.
1901, 28.3. Bremen: Der Norddeutsche Lloyd beginnt mit dem Bau seiner Verwal-tungszentrale in der Papenstraße. Das neue Haus ist der repräsentative Ausdruck des Selbstbewusstseins der zweitgrößten deutschen Reederei, der größten im bremischen Staat. Besonders der 75 Meter hohe Turm prägt für einige Jahrzehnte das Stadtbild. Die Bauarbei-ten ziehen sich bis in den Juni 1910 hin. Der Architekt ist Johann Georg Poppe. Von dem repräsentativen Haus ist nichts übrig geblieben: Es wurde am 6. Oktober 1944 durch Bomben schwer beschädigt. Der Turm und Teile des Gebäudes wurden 1953 abgetragen und der Rest Anfang 1969 beseitigt.
1901 Bremen. Der "Hilfsverein der deut-schen Juden" richtet im Haus Düstern-str. 7 eine "Abteilung Bremen" ein
1901+1902 Bremen: Gröpelingen wird in zwei Schritten in die Stadt Bremen einge-meindet. Der nunmehrige Stadtteil hat seinen Charakter völlig verändert. Die Villen der Kaufleute und die Ausflugs-lokale sind verschwunden, stattdessen prägen Hafenanlagen das Bild, und die Bewohner der Mietskasernen sind viel-fach Polen und Italiener.
1901-1903 Bremen: Die Straßenbahnlinie wird bis Oslebshausen geführt.
1901, 17. 9. Bremerhaven: Jungfernreise des zweiten Vier-Schornsteindampfers des Nord-deutschen Lloyds, der "Kronprinz Will-helm". Das Schiff war am 30. März 1901 auf der Vulcan-Werft in Stettin vom Stapel gelaufen und am 30. August 1901 in Dienst gestellt worden. Es war mit 14.908 BRT Rauminhalt und 202,17 Länge über alles nur unwesentlich grös-ser als "Kaiser Wilhelm der Große". Das Schiff verkehrte bis 1914 regelmäßig zwischen Bremerhaven und New York, wurde dann am 6. August 1914 von der deutschen Marine beschlagnahmt und zum Hilfskreuzer umgerüstet. Am 10. April 1915 musste sich die "Kronprinz Wilhelm" in den USA internieren lassen. Sie wurde am 6. April 1917 von den amerikanischen Be-hörden als Kriegsbeute vereinnahmt und fuhr dann unter dem Sternenbanner, bis sie 1923 in Boston abgewrackt wurde.
1901-1904 Bremerhaven: Bau des "St.-Josephs-Hospitals" an der Wiener Straße.
1901 Bremerhaven. Der Industrieverband der Handels-, Verkehrs- und Transport-arbeiter gründet in Bremerhaven einen Ortsverein. Organisiert sind hier die Küper, Speditionsarbeiter, Kutscher und Fischereiarbeiter. Der Verband hat 1902 schon 1200 Mitglieder.
1901 Geestemünde: Wasserturm auf dem Neumarkt
1901 Geestemünde: Ein Gemeinnütziges Heu-erbüro stellt für 46 Fischdampfer und elf Reedereien die Matrosen.
1901 Geestemünde. Im Februar geht in der Nordsee der Fischdampfer "Grete" mit Mann und Maus verloren. Außerdem sinkt am 8. April unter Island der Fischdampfer "Sagitta". Auch hier wird kein Mitglied der Besatzung geret-tet.
1901 Lehe: Gründung des Kraftsportvereins Lehe.
1901, 27. 9. Nordenham: Der Ortsausschuss Norden-ham beschließt den Anschluss an die Wasserversorgung der Eisenbahn. Bau eines Wasserleitungsnetzes.
1901 Elsfleth: Die Stadt wird Heimathafen von drei Schulschiffen, auf denen Offiziere für die Handelsflotte ausgebildet wer-den. Die kleine Flotte besteht aus den Seglern "Prinzessin Eitel Friedrich", "Großherzogin Elisabeth" und "Deutschland". Die Schiffe gehören dem deutschen Schulschiffverein, des-sen Vorsitzender der letzte Großherzog von Oldenburg, Friedrich August Got-torp, ist. Der Großherzog interessierte sich sehr für die Schifffahrt und hatte sogar das Nautiker-Patent für die große Fahrt erworben. Er durfte also seine Yacht, die "Lensahn", anders als Kaiser Wilhelm II, eigenhändig über die sieben Weltmeere steuern, was er auch tat. Aus diesem Grunde ernannte ihn Kaiser Wilhelm II. auch zum "Admiral à la suite der Flotte", was bedeutete, dass sich Friedrich August eine entsprechende Uniform schneidern und sich in ihr fotografieren lassen durfte - auch das hat er ins Werk gesetzt - weitere Befugnisse hatte er nicht. Die Schiffe mussten 1922 an die Alliierten abgeliefert werden. Heute erinnert das Segelschiff "Großherzogin Elisabeth" an dieses Kapitel oldenburgischer Ge-schichte.
1901, 31. 7. Lemwerder: Die Bootswerft von Lüder Lürssen brennt - samt zwei benachbarten Wohnhäusern - aus, wird aber wieder aufgebaut. Das Unterneh-men, das 1927 verpachtet wurde, geht 1929 in Konkurs. Der Vater von Lüder Lürssen betrieb bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts eine kleine Bootswerft in Lemwerder. Seine beiden Söhne setzten das Gewerbe fort. Friedrich gründete 1875 seine Werft in Aumund auf Guntsiet, während Lüder in Lemwerder blieb.
1901, 3. 4. Wittmund: Das neue Kreishaus wird seiner Bestimmung übergeben. Architekt ist Ludwig Klingenberg, der 1840 in Wittmund geboren wurde, in Oldenburg aber eine große Rolle spielte. (Sehenswert darin der Sitzungssaal und das Sprechzimmer des Landrats).
1901, 6. 8. Wangerooge: Einweihung der katholi-schen Kirche, zu der ein "Katholisches Kinderhospiz" gehörte.
1901, 2. 3. Wilhelmshaven: Einweihung der Chris-tuskirche. Sie ist für die evangelisch-lutherische Zivilgemeinde im Kriegsha-fen bestimmt. Die Kirchengemeinde Wilhelmshaven wurde am 10. März 1882 gegründet und unterstand zunächst der Evangelischen Kirche in Ostfriesland, dann, seit dem 1. Januar 1886 derjenigen der Kirchenprovinz Hannover. Am 19. Juli 1883 fand der erste evangelische Zivil-Gottesdienst in Wilhelmshaven statt und zwar in der Elisabethkirche. Die Grundsteinlegung für die Chris-tuskirche erfolgte am 7. Juni 1898. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche durch Bomben so stark beschädigt, dass sie nach der Menschen abgebrochen werden musste.
1901, 1. 8. Wilhelmshaven: Die Petruskirche wird eingeweiht. Sie war die katholische Garnisonkirche der Festung. Die Kirche wurde bei den Bauarbeiten der Vierten Einfahrt so schwer beschädigt, dass sie 1938 geschlossen werden musste. Im Zweiten Weltkrieg kamen Bombenschä-den hinzu, die dazu zwangen, den Bau abzureißen.
1901, 1. 4. Wilhelmshaven: Gründung der jüdischen "Synagogen- und Religionsschulge-meinde" Wilhelmshaven. Sie hat sich von der Syngogengemeinde Neustadt-Gödens abgespalten. Die Gemeinde be-sitzt seit 1916 eine Synagoge, die an der Park-/Ecke Börsenstraße steht.
1901 Wilhelmshaven: Deckoffiziers- und Marine-Ingenieurschule eröffnet. Durch Bomben zerstört.

-1902-

1902 Bremen: Der Kaufmann Ludwig Roselius erwirbt das Haus Böttcherstr. Nr. 6, zunächst noch, ohne selbst zu wissen, was er mit dem baufälligen Gebäude anfangen soll. Die Böttcherstraße war einmal das Gewerbegebiet der Tonnen-macher, deren Amt irgendwann vor 1433 gegründet worden war. Das Haus Nr. 6 wurde, wenn man einer Inschrift glauben will, 1588 gebaut. Roselius ließ es 1908/1909 zum ersten Mal umbauen und fügte es dann aber in das Konzept der Böttcherstraße ein, das er in den zwan-ziger Jahren realisierte. In diesem Zu-sammenhang wurde das Haus 1927/28 erneut umgebaut und nahm nunmehr die Kunstsammlung von Roselius auf. Im Zweiten Weltkrieg brannte das Haus aus und wurde dabei so schwer beschädigt, dass 1947 selbst die Reste abgerissen werden mussten. Danach wurde es aber, weitgehend originalgetreu, von 1954 an wieder aufgebaut. Am 2. Juni 1957, dem Geburtstag von Ludwig Roselius, wird es erneut eingeweiht.
1902-1905 Bremen: Die AG Weser zieht nach Grö-pelingen um. Der Werfthafen der AG Weser wird 1902 fertiggestellt und 1936-1938 erweitert. Der erste Standort des Unternehmens war die Stephani-kirchweide.
1902-1904 Bremen: Bau der "Bremer Bank" am Domshof.
1902, 1. 4. Bremen: Walle, Gröpelingen, Hastedt, Schwachhausen und Woltmershausen werden in die Stadt Bremen eingemein-det.
1902 Bremen: Gründung des Vereins für Feu-erbestattung. Er lässt durch Heinrich Behrens auf dem Riensberger Friedhof ein Krematorium errichten, das von 1903-1906 gebaut und 1907 der Stadt Bremen überlassen wird. Es musste 1988 eingestellt werden und gehört heute zum Fockemuseum.
1902 Bremen: Gründung des Bürgervereins Findorff.
1902 Bremen. Schwachhausen wird in die Stadt Bremen eingemeindet.
1902, 15. 2. Bremen. Die neue Kunsthalle wird ein-geweiht.
1902, 22. 3. Bremen. Auf der AG Weser läuft der kleine Kreuzer "Frauenlob" von Sta-pel. Das Schiff trat am 17. Februar 1903 zur Flotte. Es wurde in der Seeschlacht vor dem Skagerrak von einem britischen Kreuzer vrsenkt. Von der Besatzung überlebten neun Mann.
1902, 22. 4. Bremen. Auf der AG Weser läuft der kleine Kreuzer "Arkona" vom Stapel. Das Schiff wurde am 12. Mai 1903 in Dienst gestellt und am 15. Januar 1930 aus der Liste der deutschen Kriegs-schiffe gestrichen. Im Zweiten Weltkrieg diente der Kleine Kreuzer vor Wilhelms-haven als schwimmende Flakbatterie. Sie versenkte sich am 3. Mai 1945 selbst und wurde dann 1948/49 abbge-wrackt.
1902, 13. 10. Bremen. Der kaufmännische Verein "Union" eröffnet seine neue Handels-schule.
1902, 26. 11. Bremen. Eröffnung des neuen Schulmu-seums im Rutenhof. Träger ist der Bre-mer Lehrerverein.
1902 Oberneuland: Gründung des Radfahrer-vereins "All Heil".
1902-1903 Hemelingen. Bau des Hemelinger Ha-fens. Er wurde bereits 1863 vorgeschla-gen, jetzt aber erst verwirklicht. ver-wirklicht. Hier hatte die Rolandwerft ihren Sitz, die von 1913 bis 1972 bestand. (Heute: Detlef-Hegemann-Roland-Werft)
1902 Bremerhaven/Geestemünde/Lehe. Grün-dung des Konsum- und Sparvereins Untereser. Nach einem Jahr bestehen schon fünf Verkaufsstellen.
1902 Bremerhaven: Lyceum (Schule für Höhere Töchter) eröffnet.
1902, 7. Mai Bremerhaven: Auf der Tecklenborg-Werft läuft das Fünf-Mast-Vollschiff "Preußen" vom Stapel. Es ist 181 Meter lang und fasst 5081 BRT. Die Segelfläche beträgt 5560 Quadratmeter. Die "Preußen" wurde von der Reede-rei Laeisz im Verkehr mit Chile einge-setzt. Sie wurde berühmt wegen ihrer schnellen Reisen, wobei sie problemlos Kap Horn umrundete. Am 6. November 1910 wurde sie aber vor Dover im Nebel von einem englischen Fährschiff ge-rammt und musste anschließend aufge-geben werden. (Der erste in Deutschland gebaute Fünfmaster war die "Potosi", die schon 1895 auf der Tecklenborg-Werft gebaut wurde und erst 1925 unterging. Als dritter Segler dieser Größenordnung wäre die Fünf-Mast-Bark "Maria Rickmers" zu nennen, die 1892 gebaut wurde und bereits auf der ersten Reise verscholl. Sie alle waren Versuche traditionsbewusster Reeder, mit immer größeren Seglern die Kon-kurrenz der modernen Dampfschiffe zu bestehen, ein Wettlauf, der letztlich für die Segelschifffahrt verloren ging und auch verloren gehen musste, was manche Techniker jedoch nicht daran hindert, immer wieder den Versuch zu unternehmen, die Windkraft für die Schifffahrt erneut zu nutzen. Vielleicht funktioniert das mal.
1902, 11. 10. Bremerhaven. Streik der Eisenbahn-Verladungsarbeiter in Bremerhaven und Geestemünde. Der Ausstand endet am 18. Februar 1903. Weitere Einzelheiten sind mir nicht bekannt.
1902 Bremerhaven. In der Stadt existieren 21 Gewerkschaften mit 4.811 Mitgliedern.
1902, 10. 10. Bremerhaven: In den Häfen treten die Eisenbahnarbeiter in den Streik gegen zwei Speditionen. Sie verlangen höhere Löhne. Der Ausstand dauert bis zum 16. Oktober, also sechs Tage, und endet mit einem Teilerfolg.
1902 Geestemünde: Die Stadt Geestemünde und die "Männer vom Morgenstern" vereinbaren die Gründung eines Muse-ums in Geestemünde, in dem die Samm-lung der "Männer vom Morgenstern" untergebracht werden soll.
1902 Geestemünde: Höhere Mädchenschule. Später: Lyzeum
1902 Geestemünde: Gründung der "Freien Turnerschaft Geestemünde". Sie geht aus dem gleichnamigen Verein in Lehe hervor.
1902/1903 Geestemünde: In den Winterstürmen zwischen dem 14. Dezember 1902 und dem 3. März 1903 sinken folgende Fischdampfer mit ihren Besatzungen:
  • "Uranus" (Bremerhaven),
  • "St. Johann" (Geestemünde),
  • "Kommandant"(Geestemünde),
  • "Baltrum" (Geestemünde),
  • "Georg" (Geestemünde).
Insgesamt starben in diesem Winter 64 Seeleute. Im Jahre 1901 waren insge-samt 99 Fischdampfer in Geestemünde und Bremerhaven beheimatet.
1902-03 Lehe: Bau der Pauluskirche. Im Jahre 1905 wird der Turm gebaut. Er ist 75 Meter hoch.
1902 Wulsdorf: Der Ort erhält eine Gasleitung. Von nun an gibt es auch eine Straßen-beleuchtung.
1902, 1. 7. Blexen/Brake: Die Lotsengesellschaften in Blexen und Brake fusionieren. (die Blexer Lotsen hatten ursprünglich ihren Sitz in Fedderwardersiel)
1902, 18. 1. Oldenburg. Durch Gesetz des Landtages werden die Gemeinden Bant, Heppens und Neuende zum neuen Amt "Rüst-ringen" zusammengefasst. Mit der neu-en Bezeichnung lässt die oldenburgische Regierung den alten Namen, der den Raum um das mittelalterliche Bant herum bezeichnete, wieder aufleben. Natürlich erwies sich die Lösung alsbalde als unzweckmäßig, so dass nach wenigen Jahren aus dem Amt Rüstringen, die Stadt gleichen Namens wurde, die dann bis 1937 so hieß. Dann vereinigten die Nazis die beiden Städte an der Jade zu einer unter der Be-zeichnung "Wilhelmshaven". Daß man sich im Dritten Reich für den Namen des Kriegshafens entschied, ist verständlich, aber warum griff man nach der Menschen nicht auf die Bezeichnung "Rüstringen" zurück? Schließlich hörte die Stadt auf, eine Festung zu sein und war nur noch nebenbei Ausrüs-tungshafen der Bundesmarine - viel wichtiger wurde die Lage am tiefen Fahrwasser der Jade. In dem heutigen "Wilhelmshaven" kann man auf zwei historische Leistungen stolz sein: Zum einen ist dies der Ort, an dem einige anonyme Heizer auf den Linienschiffen "Thüringen" und "Helgoland" die Revolution von 1918 auslösten, durch die die heutige deutsche Demokratie entstand, und zum anderen ist sie ein Beispiel für die gelungene Konversion einer Stadt vom Kriegshafen zu einem zivilen Umschlagplatz. Der Name "Wihelmshaven" sagt, dass sich die dortige Elite, die sich mehrheitlich der deutschnationalen SPD verbunden fühlt, sich beider kollektiver Leistungen schämt.
1902 - 1911 Nordenham: Die Stadt verfügt über eine erste Gasanstalt. Sie befindet sich an der heutigen Jahnstraße. 1911 Neubau an der Hansingstraße. Das Werk wird 1964 stillgelegt. Der riesige Gasometer wird erst 1984 abgerissen.
1902, 18. 1. Wilhelmshaven: Werftspeisehaus eröff-net. Das Gebäude wurde im Krieg durch Bomben beschädigt und später abge-rissen.
1902 Wilhelmshaven: Errichtung des Offi-ziers-Kasinos. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und natürlich nicht wieder aufgebaut.
1902 Rüstringen: Bau des Amtsgerichts an der Ecke Peter/Gerichtsstraße.
1902 Bant: In der Gemeinde entsteht eine private Höhere Mädchenschule, die 1910 vond er Gemeinde übernommen wird. 1911 "Fräulein Marien-Schule".
1902, 12. 8. Heppens: Einweihung des neuen Rathauses der Gemeinde Heppens an der Zedeliusstraße. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört.
1902 Esens. Der jüdische Viehkaufmann Simon Oppenheimer erringt die Würde eines Schützenkönigs der Stadt Esens. Er stirbt 1928 ausgerechnet auf dem Schützenfest durch einen Unfall. In dem Nachruf des Anzeigers für das Harlingerland heißt es über den Kauf-mann: "Mit dem Verstorbenen nimmt einer der angesehensten Alt-Esenser Bürger Abschied von dieser Welt. Ein arbeitsreiches, vorbildliches Leben ist damit vollendet." (Folkers: Esens, 1993, S. 47. In diesem Buch heißt der Mann mal Oppenheimer und mal Heinemann. Es wird wohl beides richtig ein) Die beiden Töchter heiraten Arthur und Hugo Levy. Beide Familien wurden 1941 nach Riga deportiert und ermordet.

-1903-

1903 Bremen: Gründung der "Norddeutschen Maschinen und Armatouren-Fabrik". Ab 1911 "Atlas-Werke AG". Das Unternehmen wird 1969 geschlossen.
1903-1905 Bremen: Heinrich Vogeler gestaltet die "Güldenkammer" im Bremer Rathaus neu aus.
1903-1913 Bremen: Erweiterungsbau des Rathau-ses.
1903, 2. 9. Bremen: Eröffnung des Holz- und Fabri-kenhafen.
1903 Bremen. Der Norddeutsche Lloyd er-richtet eine eigene Pensions-, Witwen und Waisen-Kasse.
1903 Bremen. Gründung einer zionistischen Gruppe in Bremen, in der aber auch Juden aus dem Umland, so der Fabrikant Gustav Schwabe aus Varel, mitarbeiten.
1903, 7. 1. Bremen. Kaiser Wilhelm II. schenkt der Stadt Bremen, die er seit seinem Regierungsantritt faktisch alljährlich be-sucht hat, das Bild "The Germans to the front"von Carl Röchling, das dann in der deutschen-nationalen Propaganda eine große Rolle spielen sollte. Das Werk illustriert eine Anekdote aus dem Feldzug europäischer Mächte zur Jahr-hundertwende in China. Damals soll ein englischer General in einer kritischen Situation den Befehl gegeben haben: "The Germans to the front." Der Vorfall wurde dahin interpretiert, dass erst deutsche Soldaten in der Lage seien, in einer kritischen Situation eine Klärung herbeizuführen. Das Bild ist als beitrag zu der antibritischen Propaganda zu sehen, die Kaiser Wilhelm II. im Zusammenhang mit seiner Flottenrüs-tung auch persönlich betrieb, wie auch dies Beispiel lehrt und die dann in dem Ersten Weltkrieg mündete. Kunsthisto-risch dokumentiert das Bild, dass der Herrscher, ebenso wie Hitler, allen modernen Bestrebungen in der Kultur feindselig gegenüber stand - nur dass er sie zu seiner Zeit nicht behindern konnte, aber das war nicht sein Ver-dienst. Der böse Wille ar durchaus vorhanden.
1903. 14. 1. Bremen. Großherzog Friedrich August von Oldenburg stattet der Stadt Bremen einen offiziellen Besuch an. Der Senat gibt ihm ein Festmahl im Rathaus. Das Ereignis ist deshalb wichtig, weil es einem Friedensschluss zwischen dem Großherzogtum und der Freien Hanse-stadt gleichkommt. Die Beziehungen zwischen beiden Staaten waren ja seit der Errichtung des Weserzolls im 17. Jahrhundert vergiftet und wurden auch nicht viel besser, als das Verkehrshin-dernis im Jahre 1820 endlich beseitigt wurde, denn nun nahmen die Gottorps, die in Gelddingen immer sehr eigen waren, übel, dass ihnen diese Einnahme genommen worden war. Der letzte Großherzog von Oldenburg begriff endlich, das sich aus der Zusammen-arbeit Oldenburgs mit Bremen Chancen ergeben könnten, was vor allem Nor-denham zugute kam. Dass er sich als Industrie-Manager nicht bewährte, steht dabei auf einem anderen Blatt.
1903, 24. 1. Bremen. An der Obernstraße brennt das Kaufhaus Baron & Co aus.
1903, 3. 2. Bremen. Streik und Aussperrung auf dem Bremer Vulkan. Beteiligt sind 500 Arbeiter. Der Arbeitskampf endet am 10. Februar 1903.
1903, 14. 3. Bremen. Der Norddeutsche Lloyd grün-det einen Pensionsfonds für Werkstät-tenarbeiter und für Ladungs- und Koh-lenarbeiter der Reederei. Zugelassen sind jedoch nur solche Männer, die nicht dem Verband der Hafenarbeiter angehö-ren und dies auch schriftlich bekunden. Daraufhin treten 1100 Kohlen- und Ladungsarbeiter aus der Gewerkschaft aus.
1903, 21. 3. Bremen: Die Werftleitungen der Unter-weser gründen ein gemeinsames "Ar-beitsnachweis-Büro", das am 1. Mai 1903 seine Arbeit aufnehmen soll. Sie verpflichten sich, nur noch solche Männer anzunehmen, die durch diese Stelle vermittelt werden und vereinbaren für den Fall einer Streikbewegung gemeinsame Maßnahmen.
1903, 14. 4. Bremen. Streik der Gärtnergehilfen. Wietere Einzelheiten sind mir nicht bekannt.
1903, 14. -19. 4. Bremen. IX. Internationaler Kongress gegen den Alkoolismus. Konflikt zwischen dem Deutschen Verein gegen den Missbrauch geistiger Getränke und der Großloge II des Internationalen Guttempler-Ordens.
1903, 21. 4. Bremen. Streik der Schuster-Gehilfen. Der Arbeitskampf endet am 24. Juni 1903. Weitere Einzelheiten sind mir nicht bekannt.
1903, 10. 5. Bremen: Die Bremer Straßenbahn eröf-fnet die Linie von Gröpelingen nach Oslebshausen.
1903, 11. 5. Bremen. Streik der Klempner-Gesellen. Die Bremer Bauunternehmer reagieren am 20. Mai 1903 mit der Drohung, alle Gesellen und Arbeiter zu entlassen, wenn die Klempner sich nicht bereit erklären, mindestens ein Jahr lang zu den alten Bedingungen weiter zu arbeit-en. Einzelheiten sind mir nicht bekannt.
1903, 23. 5. Bremen. Aussperrung sämtlicher Mau-rer, Zimmerleute und Bauarbeiter in Bremen. Betroffen sind 4500 Arbeiter. Am 25. Mai 1903 schließen sich die Beriebsinhaber der Maler, Tischler, Glaser, Schlosser und Dachdecker an. der Arbeitskampf dauert bis zum 30. Mai 1903.
1903, 9. 7. Bremen. Auf der AG Weser läuft der Kleine Kreuzer "Bremen" vom Stapel. Das Schiff trat am 19. Mai 1904 zur Flotte und sank am 17. Dezember 1915 vor Windau durch einen Minenetreffer. Nur 53 Mann der Besatzung wurden gerettet.
1903, 1. 10. Bremen: Die Dampffähre zwischen Wolt-mershausen und dem rechten Weserufer nimmt ihren Betrieb auf.
1903, 2./3. 10. Bremen. Im Holzhafen brennt der Schuppen der Firma Bachmann nieder.
1903, 8. 10. Bremen. Die Schule an der Woltmers-hauserstraße wird eröffnet.
1903, 11. 10. Bremen. Das neue Gebäude des kauf-männischen Vereins "Union" wird ein-geweiht.
1903, 20. 10. Bremen. 250 Arbeiter der Rickmers-Reismühlen treten in einen Streik. der Streik endet am 28. November 1903
1903, 15. 11. Bremen: Ein Wunder: Die seit 17 Jahren schlafende Gesine Meyer in Grambke wacht auf und ist gesund. Wenn etwa in Bayern zuvor ein heiligmäßiger Mensch ein Gebet gesprochen hätte oder wenn das in Heede geschehen wäre, von Lourdes ganz zu schweigen, wäre das Ereignis als Wunder gewertet worden - im ketzerischen Bremen nimmt man das Ereignis zur Kenntnis und das war es denn auch.
1903, 18. 12. Bremen. Die neue Reismühle der Niel-senwerke brennt nieder.
1903, 6. 5. Vegesack. Auf dem Bremer Vulkan werden 110 Nieter ausgesperrt.
1903, 16. 5. Vegesack. Der Bremer Vulkan sperrt 2000 Arbeiter aus. Am 20. Mai Einigung zwischen den Parteien. Die Arbeit wird am 22. Mai zu den alten Bedingungen wieder aufgeommen.
1903 Grohn. Bau der katholischen Kirche. Seit 1918 ist Grohn eine selbständige Pfarr-gemeinde.
1903 Blumenthal: Martin-Luther-Kirche. Der Architekt ist Karl Mohrmann Zur Ein-weihung schenkt die Kaiserin der Ge-meinde eine Prachtbibel.
1903, 14. 4. Bremerhaven: Jungfernfahrt des neuen Vier-Schornstein-Dampfers "Kaiser Wilhelm II" von Bremerhaven nach New -York. Auch dieses Schiff wurde auf der Vulcan-Werft in Stettin gebaut. (Stapel-lauf: 12. August 1902, Indienststellung: 30. März 1903) Es war mit 19.361 BRT und einer Länge von 215 m über alles deutlich größer als die ersten beiden Passagierschiffe dieser Serie und mit 23 Knoten auch schneller. Die "Kaiser Wilhelm II." wurde nach Ausbruch des Krieges 1914 in New York aufgelegt, dann 1917 von den amerikanischen Behörden beschlagnahmt und 1940 abgewrackt.
1903 Bremerhaven: Wasserstandsanzeiger an der Geestemündung. Er wurde am 9. 10. 1973 stillgelegt. Seit 1999 Eigentum des Schifffahrtsmuseums.
1903, 26. 9. Bremerhaven: Die drei Lotsengesell-schaften an der Unterweser, die jeweils zum Königreich Preußen, dem Großher-zogtum Oldenburg und der Freien Han-sestadt Bremen unterstellt sind, bilden eine "Erwerbsgemeinschaft". Damit ist zunächst eine Konkurrenz untereinander ausgeschlossen. Nachdem das Reich am 1. April 1921 die Verwaltung der Wasserstraßen übernommen hat, bildet sich daraus am 1. November 1922 eine einheitliche Weserlotsen-Gesellschaft.
1903 Bremerhaven: Der Verein der Reeder des Unterwesergebiets richtet im März 1903 im Haus "Am Hafen 98" ein Heuerbüro ein.
1903, 14. 2. Bremerhaven. Streik der Ladungs- und Kohlenarbeiter gegen eine Firma, die für den Norddeutschen Lloyd tätig war. Der Ausstand dauert vier Tage und ist am 18. Februar beendet. Da es um persönliche Konflikte geht, setzt man die Diskussion vor Gericht fort.
1903, 10. 3. Bremerhaven. Streik beim Norddeut-schen Lloyd. Die Reederei droht im Falle weiterer Arbeitskämpfe mit der Verle-gung des Betriebs nach Nordenham. Grund des Konfliktes sind die mörde-rischen Arbeitsbedingungen auf den Dampfern des Norddeutschen Lloyds.
1903. 14. 3. Bremerhaven. Der Norddeutsche Lloyd schließt 47 Kohlen- und Ladungsar-beiter, die entweder dem Vorstand des Hafenarbeiterverbandes angehörten oder als Agitatoren aufgefallen waren, dauernd von einer Beschäftigung auf einem der Schiffe der Reederei aus, wobei man getrost unterstellen darf, dass diese Männer auch sonst in Bremerhaven keine Arbeit mehr fanden.
1903, 21. 10. Bremerhaven. Streik in den Reismühlen von Rickmers. Er dauert nur einen Tag. Näheres nicht bekannt.
1903 Bremerhaven/Geestemünde/Lehe: Der Verein der Reeder des Unterweser-gebietes eröffnen eine Heuerstelle.
1903, 12. 3. Bremerhaven/Geestemünde/Lehe: Streik der Schuster. Der Arbeitskampf dauert 13 Tage bis zum 25. März und endet mit einer Niederlage der Gesellen, von de-nen sich am Ende offenbar nur noch fünf an dem Arbeitskampf beteiligten. Aber das war nicht das Ende der Geschichte: Am 12. Mai 1903 flammt der Arbeits-kampf wieder auf. Diesmal dauert er bis zum 19. Mai, also 15 Tage, und endet mit einem Teilerfolg.
1903 Bremerhaven/Geestemünde/Lehe: Ein Streik der Transportarbeiter dauert vom April bis zum November, also sieben Monate. Es geht darum, dass die Spediteure den Beschäftigten verbieten, einer Gewerkschaft beizutreten. Der Ausstand endet mit einem Missrfolg.
1903, 31. 8. Bremerhaven/Geestemünde/Lehe: Ein "wilder" Streik der Maurer, die sich weigern, mit Unorganisierten zusam-menzuarbeiten. Der Arbeitskampf dauert bis zum 9. September und bricht dann zusammen. Der Verband der Maurer hatte den Streik nicht uterstützt.
1903, 4. 9. Bremerhaven/Geestemünde/Lehe: Er-neut ein "wilder" Streik einiger Maurer, der sich diesmal aber nur gegen eine Firma richtete, weil der Unternehmer einen Polier eingestellt hatte, der nicht organisiert war. Der Ausstand dauert fünf Tage bis zum 9. September und bricht dann zusammen. Zum Schluss waren noch zehn Maurer beteiligt.
1903, 30. 4. Geestemünde. Aussperrung auf der Tecklenburg-Werft. Am 30. April kündigt das Unternehmen allen 1600 Arbeitern zum 14. Mai 1903, die an diesem Tag auch tatsächlich entlassen werden. Der Grund ist die Warnung in einem sozialistischen Blatt vor dem Zuzug von Werftarbeitern nach Geeste-münde, die die Gewerkschaft nicht zu-rücknehmen will. Der Arbeitskampf en-det am 2o. Mai 1903. Die Arbeit wird am 22. Mai 1903 zu den alten Bedingungen wieder aufgenommen.
1903, 26. 9. Geestemünde: Streik der Steinträger. Der Ausstand endet nach drei Tagen am 1. Oktober 1903 mit einem Misserfolg.
1903, 7. 10. Geestemünde/Lehe: Streik der Zimmerer in Geestemünde. Der Ausstand endet auch nach drei Tagen am 10. Oktober 1903 zunächst mit einem Misserfolg. In einem zweiten Anlauf vom 8. bis 12. Dezember 1903 (vier Tage) beteiligen sich auch die Zimmerer in Lehe an dem Arbeitskampf. Nunmehr kann die Lohn-forderung durchgesetzt werden.
1903, 14. 5. Geestemünde. Auf der Tecklenburg-Werft wehren sich die Arbeiter gegen die Einführung von Akkordlöhnen. Der Arbeitskampf, an dem sich 1600 Prole-ten beteiligen, dauert bis zum 22. Mai 1903 und endet mit einem Kompromis: Die Werftleitung muss in Zukunft die Akkordlöhne mit den Gewerkschaften vereinbaren, kann sie also nicht mehr einseitig verfügen.
1903, 4. 6. Geestemünde. Bei Seebeck treten die Kupferschmiede in einen Streik. Sie weigern sich, mit Unorganisierten zu-sammenzuarbeiten. Der Ausstand dauert bis zum 20. Juni 1903 und endet mit einem Misserfolg.
1903 Lehe: Katholische Schule eröffnet.
1903 Lehe: Neues Spritzenhaus
1903 Lehe: Bernhard W. Riedemann gründet an der Geeste auf dem Gebiet des Fleckens Lehe die "Schiffbaugesell-schaft Unterweser". Sie ist aus dem Bootsbaubetrieb "Delphin-Werft Rie-demann & Co" hrvorgegangen. Die Werft baut Motorboote und kleine Segler, schließlich Schleppdampfer, Leichter und kleine Frachtschiffe. Die Unter-weserwerft wird 1972 mit der Schi-chauwerft zusammengelegt, die aus Danzig nach Bremerhaven übergesiedelt ist.
1903 Blexen. In der Gemeinde entsteht eine "Gewerbliche Fortbildungsschule", aus der sich die heutige Berufsschule entwickeln wird. Die erste Klasse versammelt sich im Winter 1903 auf dem Hof Ohlhamm in Grebswarden.
1903 Nordenham: Bau eines Elektrizitäts-werks, das zunächst nur die Straßen-beleuchtung versorgt. Ab 1913 ist Nor-denham an das Überlandnetz ange-schlossen, das von einem Zweigunter-nehmen des Siemens-Konzerns betrie-ben wird.
1903 Nordenham. Im Winter 1902/03 gehen fünf Fischdampfer mit Mann und Maus verloren. Die Boote waren damals nicht mit Funk ausgestattet, so dass man über ihr Schicksal nichts weiter feststellen konnte.
1903, 16. 2. Nordenham: Die Butjadinger Zeitung schreibt dazu: "Geestemünde, 15. 2.. Durch den Untergang von fünf Fischdampfern innerhalb einiger Wochen ist die Zahl der Totalverluste, welche die von der Weser fahrende Fischdamp-ferflotte bisher erlitten, auf 27 gestie-gen. Die ersten Verluste traten im Jahre 1894 ein, wo ein Dezembersturm sechs Dampfer verschlang, und seitdem hat jedes Jahr neue Dampfer verlangt, wenn auch nie so viele wie das gegenwärtige. In nicht weniger als 25 Fällen, in welchen die Schiffe spurlos verschwan-den, sind die ganzen Besatzungen mit untergegangen. Nur bei Strandungen auf Island und einem Zusammenstoß in der Wesermündung wurden die ganzen Mannschaften und bei der vorjährigen Strandung der ‚Sekundant’ zwischen Weser- und Elbmündung Kapitän und Steuermann gerettet. Die Zahl der in wenig mehr als acht Jahren untergegan-genen Seeleute beträgt rund 250."
1903 Moorriem: In Eckfleth baut Johann Cordes eine Sägewindmühle. Sie wird bereits 1913 wieder abgebrochen, weil der Betrieb eine Dampfmaschine erhielt.
1903, 6. 12. Schmalenfleth: Das Geburtshaus des Orgelbauers Arp Schnitger brennt ab. Es stand auf dem Grundstück Friesenstraße 16. Arp Schnitger gilt als der bedeu-tendste Orgelbauer seiner Zeit.
1903 Wilhelmshaven: Bau des Abwasserwerks an der Deichbrücke. Das "Pumpwerk" wurde 1975 zu einem Kulturzentrum umgebaut, das zwischen 1976 und 2005 etwa zweieinhalb Millionen Besucher hatte. 1990/91 modernisiert.
1903, 8. 5. Wilhelmshaven: In Anwesenheit Kaiser Wilhelms II. wird das Seemannshaus eingeweiht, das der Geselligkeit der Matrosen und Maate der Kaiserlichen Marine dienen sollte. Seit 1925 Theater. Am 22. März 1943 und 3. Februar 1944 durch Bomben zerstört.
1903, 1. 8. Wilhelmshaven: Offiziers-Kasino der Marine eröffnet.
1903 Wilhelmshaven. Die Bockmühle auf dem Schilldeich wird abgebrochen. Sie war 1626 von Accum hierher versetzt wor-den. Das geschah auf Befehl des Grafen Anton Günther, der die Accumer angeb-lich so bestrafen wollte, weil sie nicht bereit waren, vom reformierten zum lutherischen Glauben überzutreten.
1903,19. 4. Bant. Gründung der "Privaten Höheren Töchterschule" in Bant. Träger des Instituts ist die "Kongregation Unser Lieben Frau", die zunächst neun Schwestern an die Jade entsendet. Heu-te: Cäcilienschule. Sie gehört seit 1978 einem katholischen Vermögensfonds.
1903 Bant. Bauverein "Rüstringen" gegrün-det.
1903-06 Neuende: Bau der Oberrealschule. Das repräsentative Gebäude wurde im Zwei-ten Weltkrieg weitgehend zerstört.

-1904-

1904, 2. 1. Bremen: Am Haus Wall 146 wird auf Weisung durch den Senat eine Gedenk-tafel angebracht, weil der damalige Kö-nig und spätere Kaiser Wilhelm I. hier übernachtet hatte, als er am 15. und 16. Juni 1869 Bremen besuchte. Man muss diesen Vorgang im Zusammenhang mit der Diskussion um das Bismarck-Denk-mal sehen, das zwar erst 1910 aufge-stellt wurde (und erhalten blieb), aber seit 1898 geplant wurde. Am 9. Januar 1904 fand auch eine Sitzung des Komi-tees statt, das das Vorhaben betrieb und bis zu diesem Zeitpunkt bereits 207.197 Mark gesammelt hatte. Der erste Reichskanzler war zu dieser längst zum Symbol des deutschen Nationalismus geworden, dem Kaiser Wilhelm II. seinen Kult "Kaiser Wilhelms des Großen" entgegensetzte - erfolglos, wie sich zeigen sollte. Da der letzte regierende Hohenzoller die Stadt Bremen im Allge-meinen und den Norddeutschen Lloyd im Besonderen sehr förderte, versuchte al-so der Senat den Affen des Hohen Herrn zu füttern, indem er wenigstens eine Gedenktafel an dem Haus anbringen ließ, in dem der alte Kaiser eine Nacht ver-bracht hatte, was den Bremern ziemlich egal gewesen sein dürfte, die zum gro-ßen Teil der Reichsgründung ziemlich reserviert gegenüber gestanden hatten. Die Sympathie des Bremer Bürgertums galt weit mehr Kaiser Friedrich III., der als liberal galt (was er vielleicht nicht war) und dann eben dem Reichskanzler Bismarck.
1904, 5. 4. Bremen. Die Baugeschäfte der Unterwe-serorte sperren alle Maurer und Zimme-rer aus, weil diese die Arbeitsnachweise der Unternehmer nicht anerkennen.
1904, 7. 4. Hastedt. Eröffnung der neuen Volks-schule in dem Ort.
1904, 30. 4. Bremen. Auf der AG Weser läuft der Kleine Kreuzer "München" vom Sta-pel. Das Schiff trat am 10. Januar 1905 zur Flotte und wurde am 5. November 1919 aus der Liste der deutschen Kriegsschiffe gestrichen und dann abge-wrackt.
1904, 2. 6. Bremen. Streik der Zimmerer. Der Aus-stand dauert bis zum 9. Oktober 1904. Vom Ergebnis ist nichts bekannt.
1904, 13. 6. Bremen. Streik der Maurer und der Bauarbeiter. Der Arbeitskampf führt zu Konflikten zwischen Streikposten und Streikbrechern. Die Polizei mahnt am 6. August 1904 die Bauarbeiter, die Ar-beitswilligen nicht zu behindern. Am 11. August 1904 scheitert ein Schlichtungs-versuch des Gewerbegerichts. Die Mau-rer beenden den Streik ohne Ergebnis am 30. September 1904 und die Bau-arbeiter am 2. Oktober 1904. Die Zimmerer folgen schließlich am 9. Ok-tober. Erst jetzt erklären auch die Bauunternehmer, dass der Arbeitskampf beendet ist und erlauben, dass nunmehr die Arbeit wieder aufgenommen wird.
1904, 8. 7. Bremen. Der Verein Bremischer Bauge-werksmeister errichten einen Arbeits-nachweis. Diese Institutionen wurden von den Gewerkschaften heftig be-kämpft, weil sie auch dazu dienten. Ar-beiter fernzuhalten, die in einem Ver-band organisiert waren, der ihre Inter-essen vertrat.
1904, 18. 7. Bremen. Streik der Tischlergesellen. Der Ausstand endet am 26. September 1904. Das Ergebnis ist nicht bekannt.
1904, 21. 8. Bremen. Im Bürgerpark wird eine Hein-rich-Heine-Bank aufgestellt, die daran erinnert, dass der Dichter viermal die Hansestadt besucht hat. Ursprünglich hatte der Maler Arthur Fitger vorge-schlagen, ein Denkmal zu stiften, dann hatte der Literarische Verein die Idee, im Ratskeller eine Gedenktafel anzu-bringen. Beide Vorschläge wurden nicht realisiert. Schließlich kam auf Betreiben des Kaufmanns Gottfried Menge die Bank im Bürgerpark zustande. In der Nazizeit wurde die Gedenkplakette von ihr entfernt und die Bank selbst durch Bombentreffer zerstört. Seit 1989 befin-det sich jetzt aber eine Nachbildung im Eichenhain des Parks, also am alten Platz. Hintergrund: Bis zur Reichsgrün-dung war Heinrich Heine der Dichter des liberalen und demokratischen Bürger-tums und nahezu eine Symbolfigur, aber nach 1871 wurde er durch den sog. Humoristen Wilhelm Busch abgelöst, der in seinen Zeichnungen und Versen zwar den Bürger als Rentier karikierte, zugleich aber die Ideologie des Göttinger Orientalisten Paul de Lagarde (eigent-lich Paul Bötticher) transportierte und insoweit einer der Vordenker der Nazis wurde. Busch war deutschnational, anti-semitisch und vor allem von einer un-glaublichen Brutalität, vertrat also das, was man nach 1933 als "deutschen Hu-mor" bezeichnete. Seine Welt war übri-gens das Dorf und zwar dasjenige seiner Jugend, das noch nicht von der indu-striellen Revolution berührt war. Die Industrie und die Arbeiterschaft, die doch zu Lebzeiten Wilhelm Buschs die Szene beherrschten, kommen in seinem umfangreichen Werk nicht vor, dafür finden wir bei ihm eine ziemlich dümm-liche Verehrung Preußens und im Pater Filucius kündigen sich bei dem Humo-risten bereits die Deutschen Christen an, kurzum: Abgesehen von einigen gelun-genen Versen gehört Busch zu einer literarischen Tradition, die eigentlich seit 1945 abgetan sein sollte - ist sie aber aber nicht, wie die Publikationen des einschlägigen Museums in Hannover lehren, wo alle diese Aspekte nicht nur nicht berücksichtigt, sondern geradezu unterdrückt werden. Wilhelm Busch und August Hinrichs müssen im Himmel (oder in der Hölle) sehr gute Freunde geworden sein.
1904, 4. 10. Bremen. Arbeitsvertrag für das bre-mische Tischlergewerbe.
1904-1906 Bremen. Bau des Elektrizitätswerks in Hastedt.
1904, 1. 4. Bremen. Das St.-Jürgen-Asyl für Geis-tes- und Nervenkranke in Osterholz-Ellen wird eingeweiht. Etwa 300 Patienten leben in 19 Häusern, die in eine Parklandchaft hineingebaut wurden. Von 1938 bis 1945 wurden aus der Bremer Nervenklinik 988 Patienten deportiert, von denen 409 im Rahmen des Euthanasie-Programms ermordet wurden. Am 26. November 1943 trafen zwanzig Sprengbomben die Anlage, wobei 64 Menschen starben.
1904 Bremen: Parteitag der SPD. 230 Delegierte versammeln sich vom 18. bis zum 24. September 1904 im Casino in der östlichen Vorstadt. Den Vorsitz führte - neben Dietz aus Stuttgart - Friedrich Ebert.
1904 Bremen: Der bremische Staat tritt 595 Hektar der Gemeinden Borgfeld und Oberneuland an Preußen ab und erhält dafür eine entsprechende Fläche bei Bremerhaven. Durch diesen Gebietsaus-tausch wird der Ausbau des Kaiserha-fens in Bremerhaven möglich.
1904 Horn: Das Waisenhaus verlässt die Stadt und zieht nach Horn um (Heute: Stiftung: "Alte Eichen".)
1904 Vegesack: Neuer Anleger vor der Strandlust.
1904 Blumenthal. Bau des Elektrizitätswerks.
1904, 6. 7. Bremerhaven. Im Schuppen der Firma J. H. Bachmann verbrennen 10.000 Ballen Baumwolle.
1904, 9. 7. Bremerhaven: Gründung eines Arbeiter-sekretariats, das die Arbeiter in Rechts-fragen berät.
1904, 20. 12. Bremerhaven/Geestemünde. Eine neue Geestebrücke verbindet Bremerhaven und Geestemünde. Sie ist 59,80 Meter lang und 14,08 Meter breit. Die Drehbrücke lässt Schiffen eine Passage von 26 Metern Breite. Das war notwen-dig, weil oberhalb der Brücke die Tecklenburg-Werft, die Rickmerswerft und die Unterweserwerft lagen. Bis 1824 verkehrte an dieser Stelle ein Prahm, der bei Cornelius, der ältesten Werft an der Gestemündung, gebaut worden war. An seine Stelle trat am 8. Januar 1857 eine Drehbrücke, die von 1853-1856 gebaut worden war. Sie war nur 5,38 Meter breit und hatte einen Durchlass von 16,80 Metern für Schiffe, was zum Beginn der 20. Jahrhunderts den Erfordernissen nicht mehr gerecht wurde. Die neue Geestebrücke wurde am 18. September 1944 beschädigt, aber wieder hergestellt. Seit 1976 steht sie unter Denkmalsschutz. In den Jahren 1993-94 wurde die Geestebrücke gründlich überholt.
1904-1905 Bremerhaven. "Haus des Handwerks". 1976 restauriert. Davor ein Denkmal für den "Turnvater" Jahn.
1904, 6. 4. Bremerhaven/Geestemünde/Lehe: Auf allen Baustellen der Unterweserorte treten die Maurer, Zimmerer, Maler und später auch die Steinsetzer in den Streik. Der Arbeitskampf, an dem sich 900 Proleten beteiligen, dauert bis zum 15. Oktober (Wania nennt den 9. l0. 1904) , also 27 Wochen, endet aber mit einem Misserfolg, obwohl die Bauar-beiter seit dem 9. Juli 1904 von den Tischlern und den Bauklempnern unter-stützt wurden. In diesem Falle geht es um die Frage, wer die Kontrolle über die Arbeitsnachweise am Ort hat: die Ar-beitgeber (die auf diese Weise Gewerk-schaftsmitglieder fernhalten konnten) oder die Gewerkschaften (die mögliche Streikbrecher zurückweisen wollten). Der Arbeitskampf endete mit einem Misserfolg für die Gewerkschaften, weil die Unternehmer Tschechen, Italiener und Holländer als Streikbrecher einset-zen konnten.
1904, 9. 7. Bremerhaven/Geestemünde/Lehe: Streik der Böttcher, verbunden mit einem Boy-kott des Biers. Der Arbeitskampf endet nach sechs Tagen am 16. Juli 1904. Das Ergebnis ist nicht bekannt.
1904, 26. 7. Bremerhaven/Geestemünde/Lehe: 75 Bauklempner des Metallarbeiterverban-des bestreiken 35 Betriebe der Unter-weserorte 16 Wochen lang.
1904, 7. 10. Bremerhaven/Geestemünde/Lehe: Die Maurer der drei Unterweserstädte geben den Streik, der seit einem halben Jahr andauert, bedingungslos auf.
1904 Geestemünde: Gründung der Geeste-münder Handelsbank
1904 Geestemünde: Die "Deutsche Wissen-schaftliche Komission für Meeresfor-schung" stationiert ihr Forschungs-schiff "Poseidon" (gebaut 1902) in Geestemünde, von wo aus es bis 1938 zahlreiche Forschugsreisen unternahm.
1904 Lehe: Oberrealschule in Lehe eröffnet, heute Lessingschule
1904, 22. 7. Lehe. Streik bei der Firma Rogge. An-lass war die Maßregelung eines Arbei-ters der Überstunden verweigert hatte. Der Arbeitskampf endete am 7. August 1904, also nach 16 Tagen, mit einem Erfolg: Sowohl der entlassene Arbeiter als auch die 110 Streikenden wurden wieder eingestellt. Auch hier hatte der Unternehmer Streikbrecher eingesetzt, von denen einige weiter beschäftigt werden.
1904, 6. 10. Blexen: An dem Anleger des neuen Öllagers in Blexen legt als erster Tankdampfer die "Strombus" an. Das Öl wird auf der neuen Bahnlinie Norden-ham-Blexen abtransportiert, die immer-hin termingerecht so weit gediehen ist, dass Güterzüge darauf verkehren kön-nen. Das Öllager besteht - unter anderem Namen - auch heute noch, also seit über 100 Jahren.
1904 Blexen. Vor dem Kirchturm wird ein "Bedürfnishäuschen" gebaut, das in-zwischen verschwunden ist. Zwar dau-erten die Gottesdienste zu dieser Zeit nicht, wie ehedem, etwa drei Stunden, dennoch aber scheint es so gewesen sein, dass die Besucher vorher und hin-terher in die Holunderbüsche zu pinkeln pflegten, die rings um den Friedhof wucherten.
1904 Blexen. Das Ufer an der Blexer Hörne wird mit Ziegelsteinen befestigt, was natürlich nur zeitweilig half, weil die Flut den Klei darunter wegspülte, so dass die Steine wegsackten.
1904, 3. 3. Nordenham: Kaiser Wilhelm II. besucht die Kabelwerke. Das Festessen findet auf dem Kabelleger "Stephan" statt.
1904, 21. 9. Nordenham. Die Delegierten des SPD-Parteitags in Bremen (18.-24. September 1904) besuchen Nordenham, um von hier aus eine Dampferfahrt nach Helgoland zu unternehmen. Die Großherzogliche-oldenburgische Eisenbahn stellte zu diesem Zweck einen Sonderzug bereit, was auf der preußischen Seite der Weser nicht so leicht möglich gewesen wäre.
1904, 4. 11. Nordenham: Einweihung der kathol. St. Willehadkirche.
1904 Nordenham. Bau der Höheren Bürger-schule
1904 Brake. Gründung der Heringsfischerei AG. Die Reederei hatte ihren Sitz im Braker Kaiserhafen und verfügte im Jahre 1913 über 13 Segel-, 6 Dampf- und 3 Motorlogger. 1927 wurde das Unternehmen liquidiert.
1904 Wilhelmshaven: St. Willehad-Kranken-haus
1904 Wilhelmshaven: Die seit 1882 bestehende Höhere Knabenschule erhält den Namen "Kaiser-Wilhelms-Gymnasium".
1904 Esens: Errichtung des Peter-Friedrich-Ludwig-Stiftes. Das Krankenhaus ist nach dem Buttforder Pastor Peter Friedrich Ludwig Hoffmann benannt, der durch eine Stiftung den Bau ermöglichte.
1904 Fulkum: Gründung der Ziegelei.