-1974-1981-

1974, 2. 1. Bremen: Eröffnung des "Instituts für niederdeutsche Sprache" im Schnoor.
1974, 14. 1. Bremen. Die Tutoren der Universität treten für einen Tag in einen Streik.
1974, 30. 1, Bremen. Die 75 Schornsteinfeger-Gesellen der Stadt streiken.
1974, 2. 2. Bremen. In der Stadt demonstrieren 600 niederländische Soldaten aus dem nord-deutschen Raum. Es geht um mehr Ur-laub.
1974, 8. 2. Bremen. Aus Anlass der Schaffermahl-zeit demonstrieren 700 Jugendliche vor dem Rathaus. Der Protest wird vom Kommunistischen Bund organisiert.
1974, 11. 2. Bremen. Streik im Öffentlichen Dienst. In Bremen beteiligen sich besonders Be-dienstete der Post und Müllwerker. Der Arbeitskampf dauert bis zum 14. Februar 1974.
1974, 20. 2. Bremen. Bei der AG Weser bleibt der Tanker "Esso Saba"beim Stapellauf auf der Helling stecken. Der Ablauf gelingt erst am 26. März 1974.
1974, 22. 2. Bremen. Im Schnoor erhält das Gebäude des Presse-Clubs den Namen "Walde-mar-Koch-Haus".
1974, 6. 3. Bremen: 50.000 Arbeiter in Bremen und Bremerhaven treten in 50 Bremer und 21 Bremerhavener Betrieben in den Ausstand. Schwerpunkte des Arbeits-kampfes sind neben der AG Weser und der Bremer Vulkan die Bremerhavener Unternehmen Seebeck, Rickmers, Schi-chau-Unterweser, Hapag-Lloyd, Sieg-hold und die Motorenwerke Bremer-haven. Während des Streiks kam es - besonders vor der AG Weser - zu handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen Angestellten und Streikposten der IG Metall. Überdies wurde die Bewegung durch einen Konflikt zwi-schen der Arbeiterschaft selbst, die große Kampfbereitschaft zeigte, und dem Vorstand der Gewerkschaft, der sehr bald den Kompromiss suchte. ge-prägt. Es kam zu großen Kundgebungen, an denen am 15. März 1974 in Vegesack 10.000 und in Bremerhaven 7.000 Ar-beiter teilnahmen, während sich am 22. März sogar 20.000 Arbeiter auf dem Marktplatz versammelten, wobei die Proteste auch gegen die Gewerkschafts-leitung gerichtet waren, sie jedenfalls unter Druck setzte. Am Ende des Kon-flikts stand am 24. März 1974 eine "besondere Schlichtung", die eine Lohnerhöhung um 12.25 % bei einer gleichzeitigen Anhebung des Urlaubs-geldes von 20 auf 50 % brachte. Der Kompromiss wurde am 27. 3. 1974 durch eine Urabstimmung angenommen. Genauer: 56,81 Prozent der Gewerk-schafts-Mitglieder stimmten für die Fortsetzung des Streiks. Das war zwar die Mehrheit, aber reichte nach den Regeln der Arbeiter-Vertretung, die ein Quorum von mehr als 75 Prozent der Stimmen verlangen, nicht aus, um den den Arbeitskampf fortzuführen. Der Vorstand der IG Metall erklärte darauf-hin den Ausstand für beendet. (Die Haltung der IG Metall wird verständlich, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Werftenkrise zu diesem Zeitpunkt bereits ausgebrochen war, was die Arbeiter an der Basis nicht unbedingt erkennen konnten, die Gewerkschaftsführung jedoch wusste. Es konnte also in Zukunft nicht darum gehen, Lohnerhöhungen und Arbeitszeit-verkürzungen durchzusetzen, sondern nur noch darum, die Arbeitsplätze zu erhalten, was, wie wir heute wissen, nicht gelungen ist: Im Lande Bremen werden keine Schiffe mehr gebaut.
1974, 8. 3. Bremen. Auf dem Bremer Vulkan wird der Frachter "Belobo" (78.000 BRT) getauft. Er läuft aber erst am 5. April 1974 vom Stapel.
1974, 22. 4. Bremen: Altbürgermeister Wilhelm Kai-sen und Bürgermeister Hans Koschnick übergeben im Rhododendronpark Ge-wächshäuser ihrer Bestimmung.
1974, 1. 5. Bremen. Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Der Demonstra-tionszug unterbleibt aus Angst vor Stö-rungen.
1974, 2. 5. Bremen. In das Sperrwerk der Lesum wird ein 20 Tonnen schweres Beton-Relief von Heinz Lilienthal montiert. Es trägt den Titel: "Wind, Wellen und Regatta".
1974, 23. 5. Bremen. Die "Landeskirchliche Ge-meinschaft" und der "Jugendbund für Entschiedenes Christentum" weihen in Lüssum ihr "Haus der Gemeinschaft" ein.
1974, 28. 5. Bremen. 135 Tutoren der Universität Bremen legen die Arbeit nieder. Es geht m Gehaltsforderungen.
1974, 4. 6. Bremen: Die "ERNO Raumfahrt GmbH" in Bremen erhält den Auftrag, das Weltraumlabor "Spacelab" zu bauen.
1974, 7. 6. Bremen. Auf der AG Weser läuft die "Esso Hamburg" (255.000 t.) vom Stapel. Es ist das 13. und letzte Sciff dieser Bauserie. Bereits am 14. Juni 1974 beginnt die Werft mit dem Bau des ersten "Europa-Tankers", der eine Größe von 386.000 t erhalten soll.
1974, 13. 7. Bremen. Beim Bremer Vulkan schwimmt der Tanker "Liotina" (320.000 t) auf.
1974, 25. 7. Bremen. Der "Weserkurier" kauft den Verlag "Schünemann und Pörtner". Auch wenn die "Bremer Nachrich-ten"zunächst mit einer eigenständigen Redaktion weiter erscheinen, ist damit klar, dass es in Zukunft in Bremen nur noch eine Zeitung geben wird. "Die Norddeutsche"in Vegesack wird mit dem "Nord-Kurier" zusammengelegt. Als Folge stellt am 6. August 1974 auch die "Wümme-Zeitung" in Lilienthal ihr Erscheinen ein. Sie wird mit dem "Lilienthaler Kurier" vereinigt.
1974, 5. 9. Bremen. Die "Bremer Bürgerzeitung", das Organ der SPD, wird eingestellt.. Stattdessen erscheinen im Verlag J. H. Schmalfeldt & Co wöchentlich fünf Regionalblätter. Auch sie kommen am 18. 12. 1975 zum letzten Mal heraus
1974, 7. 9. Bremen. Einweihung des Zentrums der katholischen St.-Ursula-Gemeinde an der Schwachhauser Heerstraße.
1974, 17. 9. Bremen. Stapellauf des Frachters "Ri-nobo"(42.384 BRT) beim Bremer Vulkan.
1974, 27. 9. Bremen: Die Vereine Turnverein Wolt-mershausen von 1890 und Sportverein Woltmershausen von 1896 vereinigen sich zum Turn- und Sportverein Wolt-mershausen von 1890 (TSV).
1974, 7. 10. Bremen. Die Polizei entdeckt in der Pappelstraße (Neustadt) einen Schlupfwinkel der Baader-Meinhof-Gruppe und nimmt den mutmaßlichen Terroristen Wolfgang Quante fest. Möglich wurde das, weil hier aus Ver-sehen eine Bombe explodierte. Quante wurde am 27. Oktober 1975 zu vier Jahren und sechs Monaten Jugendstrafe verurteilt.
1974, 16. 10. Bremen. Bundespräsident Walter Scheel weiht im Focke-Museum die "Tarm-stedter Scheune" ein, die ursprünglich im Jahre 1803 errichtet wurde, nun aber an diesem Platz neu erstand.
1974, 24. 10. Bremen: Am Eingang zur Sögestraße wird das "Schweinedenkmal" aufgestellt Die Gruppe gestaltete Peter Lehmann und dürfte heute wohl das populärste Skulpturen-Ensemble der Stadt sein. Vor allem dürfte es in Bremen wohl kein Kind geben, das nicht wenigstens einmal die Rücken der Tiere entlanggerutscht wäre, oder?
1974, 7. 12. Bremen. In einem Schließfach des Bahnhofs explodiert eien Bombe, die acht Personen zum Teil shwer verletzt. Das Verbrechen wird der Baader-Meinhof-Gruppe zugeordnet.
1974, 22. 2. Bremerhaven. Der Vorstand der Haake-Beck-Brauerei teilt mit, dass die "Karlsburg-Brauerei GmbH" als Brau- und Abfüllbetrieb stillgelegt wird
1924, 28. 6. Bremerhaven. Die alte Fahrgastanlage des Columbus-Bahnhofs wird abgeris-sen.
1974, 1. 7. Bremerhaven. Die Karlsburg-Brauerei stellt ihren Betrieb ein.
1974, 1. 10. Bremerhaven: Stadthalle wird eröffnet.
1974-1978 Bremerhaven: Bau des "Columbus-Centers". Der Gebäudekomplex ist 25 Stockwerke hoch und bedeckt einen großen Teil des Stadtkerns von Bremer-haven. Im Krieg war die traditionelle Bebauung zerstört worden.
1974-1975 Bremerhaven: Bau des Nordsee-Sta-dions.
1974, 8. 5. Nordenham: Die neue Martin-Pauls-Straße ist fertig.
1974 Nordenham: Das Guano-Werk (früher Superphosphat) erhält einen Schornstein. Nordenhamer Stadtwitz damals: "Dr. Paul (Direktor des Titanwerks) hat den längsten, aber Dr. Meyne (Leiter des Guano-Werks), den dicksten" - Schornstein natürlich. (Honi soit qui mal y pense.)
1974, 16. 4. Wilhelmshaven: Die "Esso Bonn" macht mit 247.907 Tonnen Rohöl an Bord in der Jade fest. Das Fahrwasser hat jetzt eine Tiefe von zwanzig Metern.
1974, 20. 12. Wilhelmshaven: Die Eindeichung des Voslapper Grodens wird abgeschlossen.

-1975-

1975 Bremen: Die Werftenkrise bricht aus. Von 1951 bis 1958 gehörte der Schiff-bau zu den Wachstumsbranchen der Re-publik. Im Jahre 1957 waren im Land Bremen auf den Werften 25.000 Men-schen beschäftigt. In der Bundesrepublik Deutschland wurden 25 Prozent der Weltproduktion zusammengeschweißt. Aber dann folgte die erste Krise, an die sich 1975 der Absturz ins Bodenlose anschloss: Während in Bremen und Bremerhaven 1975 noch 20.000 Menschen im Schiffbau beschäftigt wa-ren, fiel die Zahl bis 1987 auf 9.134 Arbeiterinnen und Arbeiter und sank dann auf Null. Die Schiffbau in Bremen ist heute Geschichte.
1975 Bremen. Das "Demonstrationsvorhaben Osterholz-Tenever" wird abgebrochen. Die ersten Pläne zu dem Vorhaben entstanden 1967. Dann wurden zügig Hochhäuser gebaut, die zum Teil 17 Stockwerke hatten, um den Wohnraum zu verdichten. "Klein-Manhattan" wurde bald zum Problemgebiet, denn 2002 standen 40 Prozent der Wohnungen leer.
1975 Bremen. Bürgerhaus "Weser-Terras-sen" eröffet.
1975, 28. 8. Bremen. Hallenbad-West eröffnet. Jetzt Aqualand. (Wat denn nu? Entweder "aqua" oder "land" - beides zugleich geht wohl nicht.Die Werbetexter maltraitieren die deutsche Sprache, dass es einem graust. )
1975, 7. 8. Brake: Das neue Schulzentrum ist fertig gestellt.
1975, 8. 8. Bremen. Auf der AG Weser läuft der Tanker "World Giant" (392.800 t.) vom Stapel. Das Schiff wurde von der Niarchos-Gruppe in Auftrag gegeben, die aber versucht, wegen der schlechten Auftragslage aus dem Vertrag herauszu-kommen.
1975, 22. 8. Bremen. Einweihung des neu gestalteten Sedanplatzes in Vegesack.
1975, 1. 9. Bremen. Eröffnung der Stadtbibliothek Osterholz in der Gesamtschule Ostan der Walliser Straße.
1975, 23. 9. Bremen. Auf dem Bremer Vulkan läuft der Tanker "Shakti" (40.000 BRT) vom Stapel.
1975, 15. 12. Bremen. Auf der AG Weser läuft ein Tanker vom Stapel, der 175.000 BRT fasst. Das Schiff wurde, ebenso wie die "World Giant", vom Auftraggeber, der Niarchos-Gruppe, nicht abgenommen. Die Werft gründet deshalb eine Reederei, die die beiden Schiffe betreibt.
1975, 19. 12. Bremen. Einweihung des neuen Bahn-hofs im Zollausschlussgebiet zwischen Europa- und Überseehafen.
1975, 19. 6. Bremerhaven: Taufe des Tankers "Amica" (162.030 BRT) an der Columbuskaje. Das Schiff wurde auf dem Bremer Vulkan gebaut.
1975, 5. 9. Bremerhaven: Eröffnung des Schiff-fahrtsmuseums. Letzter Bau des aus Bremerhaven stammenden Architekten Scharoun. Kernstück der Sammlung ist die Hansekogge, die bei Vegesack ge-funden und hier restauriert wurde. Dazu gehören die Schiffe, die im Alten Hafen vertäut sind. Im Jahre 2000 wurde die Bootshalle erhöffnet.
1975-1977 Bremerhaven: Bau der Müllverbren-nungsanlage.
1975, 10. 9. Nordenham: Die neue Orgel in der Atenser Marienkirche aus der Werkstatt Alfred Führers in Wilhelmshaven wird ihrer Bestimmung übergeben. Atens besaß einmal eine Orgel von Arp Schnitger, die dieser Meister ursprüng-lich einmal für Oldenbrok gebaut hatte und die die Gemeinde billig erwerben konnte. Sie wurde 1875 durch einen Neubau ersetzt, den Schmid II gebaut hatte, der aber schon fünfzig Jahre später abgängig wurde. Es folgte 1922 eine Orgel von E. F. Walcker, die damals technisch der letzte Schrei war, inzwischen aber abgelehnt wurde. An ihre Stelle trat nunmehr die Führer-Orgel.
1975, 21. 9. Bremerhaven: Eröffnung des Nordsee-Stadions.
1975, 6. 7. Brake: Das Freibad wird eingeweiht.
1975, 7. 8. Brake. Der Unterricht an dem neuen Berufsbildungszentrum beginnt. Am 21. April 1978 wird die Bibliothek eröffnet.
1975, 20. 3. Wilhelmshaven: In einem "Jahrhundert-ertrag" gehen 180,5 ha Wasserfläche und 149 ha Landfläche aus dem Besitz des Bundes an die Stadt Wilhelmshaven über, während das Land Niedersachsen 49,5 ha Wasser- und 114 ha Landfläche erhält. Dadurch bekommt Wilhelmshaven einen eigenen Binnenhafen.
1975 Wilhelmshaven: Der größte Flugzeugträ-ger der Welt, die "Chester W. Nimitz" läuft in den alten Kriegshafen ein und macht hier fest.

-1976-

1976/80 Bremen: Bau des neuen Schlachthofs in Oslebshausen.
1976 Bremen: Gemeindezentrum Tenever
1976 Bremen: Packhaus-Theater im Schnoor wird eröffnet.
1976 Bremen:. Zwischen Huchting und Grol-land beginnt man damit, den "Park links der Weser" anzulegen. Er hat 202 Hek-tar.
1976, 28. 6. Bremerhaven. Zentralkrankenhauses "Reinkenheide"
1976, 3. 1. Esens: Sturmflut an der Nordseeküste. Der Orkan ist so stark, dass die Spitze des Kirchturms von Werdum abgeknickt wurde. Die Deiche des Harlingerlandes wurden zwar, wie bei solchen Gelegenheiten üblich, beschädigt, hielten aber stand.
1976, 22. 10. Wilhelmshaven: Das Kraftwerk der NWK geht in Betrieb. Es leistet 720-Mega-watt. Die Bauarbeiten begannen im Jahre 1973. Das Kraftwerk, das wahlweise mit Öl oder mit Kohle befeuert werden kann, hat einen 275 Meter hohen Schornstein. Das Kesselhaus ist 98 Meter hoch. Er-gänzt wurde der Betrieb im Jahre 1973 durch ein Gasturbinenwerk mit 57 Me-gawatt Leistung.
1976 Wilhelmshaven: Die Erdöl-Raffinerie der Mobil-Oil geht in Betrieb, wird aber bereits 1985 wieder geschlossn.
1976, 3. 1. Wilhelmshaven: Schwere Sturmflut. 5,34 m über NN am Jadebusen.
1976, 31. 1. Wilhelmshaven: Schwere Sturmflut. 5,20 m über NN am Jadebusen.

-1977-

1977 Bremen: Hallenbad Tenever eröffnet.
1977, 11. 2. Bremen. Die Erhöhung der Fahrpreise für die Straßenbahn löst Demonstrati-onen aus, die sich bis in den 11. hinzie-hen. Diesmal sind sie erfolglos.
1977 Bremen. Das Zentral-Krankenhaus Bre-men-Ost wird eröffnet.
1977 Bremen: Bürgerzentrum Vahr. Kultur- und Freizeittreff des Stadtteils.
1977 Bremen. Die Straßenbahnlinie 6 fährt bis Kirchhuchting.
1977 Bremen: Das "Gemeinschaftszentrum Obervieland" wird eröffnet.
1977 Bremerhaven: Eröffnung des "Versor-gungs- und Verkehrsmuseums" an der Hansastraße in Bremerhaven.
1977, 14. 4. Brake: Die 600 Meter lange Deichmauer in Brake wird eingeweiht.
1977 Wilhelmshaven: Die Tausend-Mann-Ka-serne wird abgerissen. Damit geht der Stadt das vermutlich letzte Bauwerk verloren, das an die Revolution von 1918 erinnert.
1977, 31. 12. Schwere Sturmflut. 4,95 m über NN am Jadebusen.

-1978-

1978-98 Bremen: Der alte Schlachthof wird zum großen Teil abgerissen. Die Reste lässt die Stadt Bremen zu einem Kulturzen-trum ausbauen: Am 1. 8. 1980 wurde der Turmkomplex übergeben. Im Jahre 1998 kam das Foyer hinzu, das Magazin, Kesselhaus und Wasserturm miteinander verbindet.
1978, 1. 1. Bremen: Das bisherige HANOMAG-Werk in Bremen-Sebaldsbrück wird in "Daimler Benz AG, Werk Bremen" umbenannt. Das Werk wurde 1979 erheblich erweitert und ist heute der größte Arbeitgeber in Bremen.
1978 Bremen. Das Berufsbildungswerk für Behinderte des "Reichsbundes" wird eröffnet.
1978, 26. 5. Bremen: Königin Elisabeth II. von Großbritannien und Nordirland besucht Bremen.
1978 Bremen: Gründung des Landesmusikrats.
1978 Bremen. Meta Rödiger vermacht Bremen den "Lür-Kropp-Hof"in Oberneuland, damit dieser von der Allgemeinheit benutzt werden kann.
1978 Bremen. Das Weser-Stadion erhält eine neue Nord-Tribüne.
1978 Bremen: Gründung der Internationalen japanischen Internatsschule im Gut Holdheim. Sie wird 1999 wieder geschlossen, weil die Schüler ausblei-ben.
1978 Bremerhaven: Gründung des Förder-kreises Morgenstern-Museum der Seestadt Bremerhaven e. V. (Der Verfall der deutschen Sprache wird an Kleinigkeiten deutlich. In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder "Förderkreis des Morgenstern-Museums" oder "Förderkreis ‚Morgenstern-Museum’". Im ersten Fall haben wir einen Genetiv vor uns, im zweiten Fall eine Apposition - die dritte Version ist ein Amerikanismus, der zwar in der englischen Sprache möglich ist, in der deutschen aber nicht. Schade.)
1978, 10. 12. Nordenham: Einweihung der neuen Kirche in Einswarden. Sie befindet sich hinter dem Gemeindehaus des alten Kirchspiels Blexen. Die Orgel des Sakralbaus wurde 1954 von E. F. Walcker für das Martin-Luther-Haus (jetzt Martin-Luther-Kirche) gebaut und dann nach hier versetzt.
1978, 25. 7. Nordenham: Mühle in Moorsee wird zur Besichtigung freigegeben. Sie wurde 1855 errichtet und blieb bis 1977 in Betrieb.
1978, 9. 11. Esens: Bürgermeister Werner Schmidt legt zum 40. Jahrestag der "Reichskris-tallnacht" zum ersten Male auf dem jüdischen Friedhof einen Kranz nieder.
1978 Esens: Gerd Rokahr stellt in der Realschule Esens "Materialien zur Ge-schichte der Esenser Judengemeinde" vor. Fünf Jahre später legen Schüler der Realschule eine Dokumentation zur Geschichte der Juden im Dritten Reich vor.

-1979-

1979-1982 Bremen. Bau der Daimler-Benz-Werke. Inzwischen der größte Unternehmen in Bremen.
1979 Bremen. Hallenbad Osterdeich gegrün-det.
1979 Bremen: Der Flughafen erhält eine neue Abflughalle. Sie bleibt bis 1993 beste-hen.
1979 Bremen: Der ehemalige Bahnhof Mahn-dorf wird zum Bürgerhaus umgebaut.
1979, 7. 2. Bremen: Gründung der "Bremer Grünen Liste - Wählerinitiative Bremen/Bre-merhaven. Damit beginnt die ziemlich chaotsche Geschichte der Bremer Grü-nen.
1979, 7. 2. Bremen: Eine Mehlstaub-Explosion in der Rolandmühle kostet 14 Menschen das Leben.
1979, 16. 11. Bremen: Das Sperrwerk der Lesum wird feierlich eingeweiht. Zum ersten Mal mussten am 18. Oktober 1979 die drei Tore gegen eine Sturmflut geschlossen werden. Die Grundsteinlegung fand am 16. April 1971 statt.
1979 Vegesack: Lürssen übernimmt die Werft von Burmester (1920 in Burg gegründet)
1979 Bremerhaven. Der 1903 gebaute Fin-kenwerder Fischkutter wird in Bremer-haven in den ursprünglichen Zustand gebracht und bleibt dann am Ort, wo das Boot alljährlich eine Regatta mit der "Grönland" austrägt.
1979 Bremerhaven. Bei Abbrucharbeiten wird in der Prager Straße ein Haus entdeckt, das der Maurermeister Ernst dort im Jahre 1841 errichtet hatte. Es war 1868 von seiner Erbin an den Bäckermeister Lührs verkauft und dann so zugebaut worden, dass es unbeachtet und deshalb erhalten blieb. Heute Baudenkmal.
1979, 1. 9. Nordenham: Die Bahnstrecke von Nor-denham nach Blexen wird stillgelegt.
1979, 6. 9. Stadland: Kommerzielle Übergabe des neuen "Kernkraftwerks Unterweser" von der KWU an die Nordwestdeutschen Kraftwerke. Die Projektierung und der Bau des Atomkraftwerks ging - für deutsche Verhältnisse - zügig vonstat-ten. Am 11. März 1971 beschlossen die Nordwestdeutschen Kraftwerke AG und die PreußenElektra AG an der Unter-weser ein Kernkraftwerk zu bauen und schon am 28. April 1971 entschieden sich die Unternehmer für das Gelände bei Esenshamm. Am 28. 6. 1972 erhielten die Unternehmen die erste Teilerrichtungsgenehmigung. Die Bauar-beiten können anlaufen. Am 12. April 1974 wird das 410 Tonnen schwere Reaktordruckgefäß angeliefert und ein-gebaut. Am 11. März 1976 folgt der 2664 Tonnen schwere Generator, dessen Einbau drei Monate in Anspruch nimmt. Im März 1977 ist das Kraftwerk betriebsbereit. Das Kraftwerk wird angefahren und erreicht am 6. Septem-ber 1979 die volle Leistung.Der Bau des Atomkraftwerks Esens-hamm war nicht, wie an andern Orten, von wütenden Protesten begleitet, wie-wohl es auch in Butjadingen nicht an Versuchen gefehlt hat, die Bevölkerung gegen das Unternehmen zu mobilisieren. Dass Atomkraftgegner am 2. Januar 1981 zwei Strommasten sprengten, machte im Grunde nur deutlich, wie isoliert sie waren. Das hatte Gründe: Zunächst wurde die Ansiedlung des Atomskraftwerks von Oberkreisdirektor Rudolf Bernhardt, wie es übrigens bei solchen Ansiedlungsverfahren üblich ist, unter größter Geheimhaltung vorbereitet worden. Vor allem waren die notwendi-gen Grundstückskaufe sehr diskret ab-gelaufen. Hinzu trat eine sehr geschickte Öffent-lichkeitsarbeit der Preußen-Elektra, in der zwar die Vorteile der Atomkraft be-tont, die Risiken aber nicht verschwie-gen wurden. So wurde das "Restrisi-ko" durchaus benannt. Auch dass es noch kein Endlager gab, gestand man zu. Beides wurde aber damals nicht sehr ernst genommen. Diese Politik wurde fortgesetzt, nachdem das Atomkraftwerk seinen Betrieb aufgenommen hatte. Der Pavillon, in dem das Vorhaben erläutert wird, wurde allein während der Bauzeit von 200.000 Besuchern genutzt.Schließlich stellte sich heraus, dass das Atomkraftwerk die Wirtschaft der umlie-genden Gemeinden einen enormen Schub verlieh und das nicht nur während der Bauzeit. Im Jahre 1994 beispiels-weise gingen Aufträge für 44,4 Millionen Euro an die Region, davo etwa 10 Milli-onen Euro an Unternehmen der Weser-marsch. Die Summe fiel dann allerdings auf 8, 9 Millionen Euro im Jahre 2002. Karl Ramler, der Technische Betriebs-leiter des Atomkraftswerks im Jahre 2002, zog damals folgende Bilanz: "Seit der ersten Stromeinspeisung ins Netz am 29. 09. 1978 wurden insgesamt mehr als 226 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Bis heute hat noch kein einziger Kraftwerksblock diese Gesamterzeugung erreicht." (E-ON: 25 Jahre Kernkraft-werk Unterweser, 2002). Und der "Ausblick" lautet: "Die Bedeutung der Kernenergie nimmt weltweit konti-nuierlich zu. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im vergangenen Jahr stieg die globale nukleare Erzeugungs-leistung um rund 6000 Megawatt auf derzeit 380.000. Die weltweit aktiven 441 Kernkraftwerksblöcke erreichen damit einen Anteil von circa 17 Prozent der Stromerzeugung." (eon: 25 Jahre Kernkraftwerk Unterweser 2002) In der Broschüre wird kein Zweifel daran gelassen, dass der Konzern nach wie vor der Atomkraft eine Zukunft gibt, "denn die Stromerzeugung durch Kernkraft ist zuverlässig, wirtschaftlich und leistet zudem einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz." (eon: 25 Jahre Kernkraftwern Unterweser 2002). Ob der Konzern mit diesen Argumenten auch in Zukunft die Menschen ebenso überzeugen kann, wie es in den siebzi-ger Jahren des 20. Jahrhunderts möglich war, wird sich zeigen - ich glaube es nicht.

-1980-

1980 Bremen. Hallenbad Huchting eröffnet.
1980, 12. 1. Bremen: Eröffnung des Spielcasinos in der Böttcherstraße.
1980 Bremen. SV Werder Bremen steigt aus der Bundesliga in die 2. Bundesliga Nord ab.
1980 Vegesack. Die Sparkasse stiftet den von Uwe Haessler (Worpswede) geschaffenen Bronze-Wal in der Fuß-gängerzone. Er erinnert an die Zeit, in der von der Unterweser aus Schiffe zum Walfang nach Grönland ausliefen - ein gewinnbringendes, aber leider auch sehr gefährliches Unterfangen. Darüber hin-aus stiftet der Kaufmann Karl Nehlsen der Stadt eine Brunnenplastik von Bernd Altenstein.
1980 Bremerhaven: Gründung des Alfred-Wegener-Instituts am Alten Hafen.
1980 Bederkesa: Die Wassermühle "Hain-mühlen" geht in öffentliches Eigentum über und wird so erhalten.
1980, 25. 9. Brake/Nordenham: Auf der Strecke Hu-de-Nordenham fährt der erste elektrisch betriebene Zug.
1980, 10. 12. Wilhelmshaven: Der erste Teilbereich der Imperial Chemical Industries auf dem Voslapper Groden nimmt seinen Betrieb auf. Am 19. Juni 1981 ist der zweite Bereich fertig.
1980 Wittmund: Die "Landesbühne Nord" (=Stadttheater Wilhelmshaven) spielt das "Tagebuch der Annne Frank". Intendant Georg Immelmann erinnert sich: "Dann einer der ersten Anrufe, nachdem der Spielplan für die neue Spielzeit veröffentlicht wurde. Er kam aus Wittmund: ‚Das Tagebuch der Anne Frank" können Sie in Wittmund nicht spielen. Hier sehen die Leute rot, wenn sie nur den Namen Anne Frank hören!’ Mir verschlug es am Telefon die Sprache. Die Dramatisierung des Tagebuchs war in den fünfziger und sechziger Jahren an fest allen deutschen Theatern gespielt worden. Nur in Wilhelmshaven und Ostfriesland war das Stück bis 1980 noch nie zu sehen. Der Stadtdirektor schaltete sich ein, ebenso irritiert wie ich, und natürlich wurde das Stück auch in Wittmund vor allem für das jugendliche Publikum zu einem nachhal-tigen Erlebnis." (Gerhard Hess: Thea-ter am Meer, 2002, S. 61) Wer hat damals angerufen? Der Intendendant verrät uns das nicht. Er sagt auch nicht, für wen derjenige sprach, der da Protest gegen das Stück über Anne Frank anmeldete, aber der öffentliche Druck muss erheblich gewesen sein, sonst hät-te sich der Stadtdirektor nicht einge-schaltet und vor allem hätte sich der Intendant nicht zwanzig später an den Vorfall erinnert. Indes: Noch interes-santer als der Protest selbst ist die Tat-sache, dass die Aufführung des "Tage-buchs der Anne Frank" offenbar zwei Jahrzehnte lang stillschweigend boykot-tiert worden war. Sowohl dieser ano-nyme Widerstand als auch die still-schweigende Hinnahme der Aufführung durch die Kryptonazis ist typisch für die Szene - nicht nur in Wittmund und Wilhelmshaven.

-1981-

1981, 12. 1. Bremen. Protest gegen die Auflösung der Sekundarstufe I der Schule an der Delfter Straße. es beteiligen sich 900 Schüler, die von 700 Eltern unterstützt werden. Am 15. Januar demonstrieren 1500 Schüler in der Innenstadt gegen die Maßnahme.
1981, 27. 1. Bremen: Das Schulzentrum am Rübe-kamp, in dem schon seit Herbst 1980 Unterricht stattfindet, wird offiziell eingeweiht.
1981, 28. 2. Bremen: Kundgebung gegen die Errich-tung des Atomkraftwerks in Brokdorf. Aus Bremen nehmen etwa 8000 Men-schen daran teil, die sich auf der Bür-gerweide versammeln, um mit Bussen nach Schleswig-Holstein zu fahren. Kleine Demonstrationen finden auch in Bremen selbst statt. Keine Zwischen-fälle.
1981, 2. 3. Bremen. Vor der Mensa der Hochschule für Technik stehen fünf Ziegelplastiken von Klaus Schultze.
1981, 15. 3. Bremen. Bei einem Hochwasser wird eine Staustufe des Weserwehrs beschä-digt mit der Folge, dass der Deich ober-halb und unterhalb des Bauwerks auf der Habenhauser Seite bricht. Die Kleingar-tenanlagen am Hastedter Bulten und am Fresenbulten werden zerstört. Daraufhin wird die Wehr- und Schleusenanlage bis 1993 neu gebaut.
1981, 20. 3. Bremen. Auf der AG "Weser" läuft der Produktentanker "St. Petri" (45.300 t) vom Stapel.
1981, 26. 3. Bremen. 4000 Werktätige der Firmen Nordmende, Krupp Atlas Elektronik, Atlas Copco und Lloyd Dynamo treten in einen Warnstreik und veranstalten eine Demonstration. Anlass sind die gerade laufenden Tarifverhandlungen.
1981, 16. 4. Bremen: Die AG Weser liefert den Ro-Ro-Frachter "Saudi Makkah" (22,734 t) ab.
1981, 19. 4. Bremen: Mit einem Festakt im St.-Petri-Dom wird die Restaurierung des Bau-werks abgeschlossen. An dem Festakt nimmt Bundespräsident Karl Carstens teil.
1981, 24. 4. Bremen: Bei der Rolandwerft (Detleff Hegemann) lauft das Fährschiff "Olovaha" vom Stapel. Es ist für das Königreich Tonga bestimmt.
1981, 1. 5. Bremen. Am Mai-Umzug der Gewerkschaften beteiligen sich etwa 7000 Personen.
1981, 6. 5. Bremen. Etwa 3000 Demonstranten zie-hen vom Hauptbahnhof über die Falken-straße zum Marktplatz. Anlass ist der erste Jahrestag der Demonstration ge-gen die Bundeswehr. Anschließend ver-anstalten etwa 200 Jugendliche im Ostertorviertel Krawalle.
1981, 9. 5. Bremen: Die neue Sportbootschleuse zu Ochtum wird eingeweiht.
1981, 23. 6. Bremen. Massenprügelei iranischer Stu-denten in der Mensa der Universität. Die Polizei greift ein.
1981, 6. 7. Bremen: Eröffnung des Goethe-Instituts in der ehemaligen Remberti-Schule am Fedelhören. Einweihung am 29. Januar 1982.
1981, 23. 7. Bremen: Die Hütte Bremen der Klöck-ner-Were AG legt zwei Hochöfen still, was Kurzarbeit für 2000 Mitarbeiter bedeutet.
1981, 1. 9. Bremen: 20.000 Menschen beteiligen sich an einer Demonstration zum "Anti-kriegstag". Sie ziehen vom Bunker an der Parkallee zum Markt. Anschließend Krawalle im Bereich der Sielwallkreu-zung.
1981, 22. 9. Bremen. Der Tod eines Demonstranten in Berlin lösen auch in Bremen gewalt-tätige Demonstrationen aus. So versu-chen etwa 50 junge Leute in Vegesack eine Veranstaltung der CDU zu stören, indem sie das Lokal stürmen. Sie werden von der Polizei zurückgewiesen. In der Stadt kommt es am 22. und 23. Sep-tember zu Demonstrationen, die zu-nächst friedlich verlaufen, dann aber gewalttätig werden, wobei es besonders am Rembertiring zu einer Straßen-schlacht kommt, bei der neun Polizisten und zwei Zivilpersonen verletzt werden. Schwere Sachschäden an Gebäuden und Fahrzeugen. Es kommt auch zu Plünde-rungen.
1981, 9. 10. Bremen. Das Havenhaus in Vegesack wird nach umfangreichen Restaurie-rungsarbeiten neu eröffnet. Es ist nun-mehr ein Hotel und Restaurant.
1981, 10. 10. Bremen/Worpswede. Der Barkenhoff wird nach umfangreicher Renovierung als Kunstzentrum neu eröffnet. (Ich weiß, dass Worpswede zu Niedersach-sen gehört, aber der Ort und hier wiederum der Barkenhof von Vogeler ist so eng mit der Geschichte Bremens verbunden, dass die Angabe hier gerechtfertigt ist)
1981, 7. 11. Bremen: Das Jugendfreizeitheim Findorff an der Neukirchstraße wird eröffnet.
1981, 13. 11. Bremen: Einweihung der Ansgari-Pas-sage am Ansgaritor.
1981, 21. 11. Bremen: Sprengstoffanschlag auf den kommunistischen "Volksbuchladen"am Richtweg.
1981, 29. 11. Bremen: Das Schönebecker Schloss wird um die "Museumskate" erweitert.
1981, 16. 12. Bremen: Die Skulpturengruppe "Waller Gespräche" der Bildhauer Jan Irps und Bernd Altenstein am Wartburgplatz wird der Öffentlichkeit übergeben.
1981, 31. 12. Bremen. Die Fähre zwischen Woltmers-hausen und Gröpelingen/Walle stellt ihren Betrieb ein.
1981 Bremen. Erneuter Aufstieg von Werder Bremen aus der Oberliga Nord in die Bundesliga. Die Ära "Otto Rehagel/-Willy Lemke"beginnt.
1981 Bremen. Borgfeld erhält eine Umge-hungsstraße.
1981, 28. 9. Bremen: Der neue Bahnhof in Burg wird eröffnet.
1981, 12. 9. Bremen. Das Jugendhaus in Lüssum wird eingeweiht.
1981, 23. 9. Bremerhaven: Das Feuerschiff "We-ser" wird außer Dienst gestellt. Man ersetzt es durch eine Tonne.
1982, 25. 1. Bremerhaven/Kiel. Taufe des Polarfor-schungsschiffs "Polarstern" in Kiel. Betreiber ist das Alfred-Wegener-In-stitut in Bremerhaven. Das Schiff läuft bereits am 27. Dezember 1982 zu seiner ersten Reise in die Antarktis aus.
1981, 28. 2. Rodenkirchen: Die "Longierhalle" auf dem Marktplatz brennt ab. Damit sind zwei der drei Hallen aus dem 19. Jahrhundert verschwunden, denn die erste musste dem Neubau der Feuerwache weichen. An die Stelle der Longierhalle trat die neue Mehrzweck-halle, die zwar ihrem Vorgängerbau nachempfunden, nicht aber mit ihm identisch ist.
1981 Wilhelmshaven. ICI (Imperial Chemical Industries) baut auf dem Voslapper Groden eine Produktionsanlage für Kunststoffe, Chlor und Natronlauge. Der Konzern kauft die bestehende Anlage von Alu-Suisse und baut sie aus.
1981, 1. 4. Wilhelmshaven: Eröffnung des "Frau-enhauses". Es kann bis zu 40 Frauen und Kinder aufnehmen, die zu Hause misshandelt wurden.
1981 Wilhelmshaven: Der Bocciaspieler von Michael Schwarze im Grünzug der Paul-Hug-Straße.
1981 Wilhelmshaven: Am Großen Hafen wird eine Güterzuglokomotive aus dem Jahre 1941 aufgestellt.